Stefan Bradl (Honda) von Rossi nicht überrascht

Von Ivo Schützbach
Obwohl Stefan Bradl (LCR Honda) seine Zeit gegenüber dem ersten MotoGP-Test in Sepang Anfang Februar nicht verbessern konnte, ist er doch zufrieden: «Unsere Durchschnittspace ist jetzt schneller.»

Als LCR Honda am Mittag in Sepang schon vor Testende zusammenpackte, rangierte Stefan Bradl in der Zeitenliste auf dem vierten Platz, 0,165 sec hinter Leader Valentino Rossi (Yamaha).

«Ich habe gehört, dass sich Pedrosa und Bautista noch einen weichen Reifen für den Schluss aufgehoben haben», sagte der Bayer zu SPEEDWEEK.com. «Aber wir sind nicht weit von der Spitze weg und ich glaube nicht, dass die jetzt noch um eine Sekunde schneller werden. Von daher können wir zufrieden sein.»

«Am Mittwoch und Donnerstag war ich nur Achter und Sechster, das war von der Platzierung her schwach», urteilte Bradl. «Aber wir haben ja gewusst, dass wir heute noch ein bisschen auf Angriff fahren werden. Das ist auch ganz gut gelungen. Von der Zeit her war ich genau so schnell wie bei Sepang 1, hier und da habe ich vielleicht ein paar Zehntelsekunden liegen lassen. Sonst wäre es auch eine 1:59,9 min geworden. Von der Pace her sind wir dabei, im Long-run auch. Die Strecke ist jetzt vergleichbar mit Sepang 1. Jetzt war es sogar einen Tick heißer, sodass es noch schwieriger war.»

Bradl: «Unter 2 min fahren ist verdammt schwierig»

Zwei Stunden vor Testende liegen die Top-5 innerhalb von 0,2 sec. «Wir liegen alle so dicht beisammen. Es hat mich nicht gewundert, dass Rossi als Erster unter 2 min gefahren ist», meinte der ehemalige Moto2-Weltmeister. «Das wäre ich auch gerne. Aber die Uhr ist leider bei 2:00,1 min stehengeblieben

Wir arg fuchst es Stefan Bradl, dass er diese 2 min nicht knacken kann? «Das wäre natürlich schon cool gewesen. Aber das ist verdammt schwierig», meint er.

Will er sich diese Aufgabe fürs Quali im Oktober als Ziel setzen? «Mal schauen, ob wir dann so schnell sind. Wir haben am Motorrad sehr viel herumgebaut und sind deshalb nicht auf absolute Rundenzeit gegangen. Aber natürlich muss man am letzten Testtag am Vormittag etwas zeigen, sonst steht man wieder als Sieber oder Achter auf der Liste – und dann bin ich nicht zufrieden.»

Bradl fuhr 0,052 sec langsamer als während des ersten Sepang-Tests vor drei Wochen – ein Wimpernschlag. Gibt es trotzdem Fortschritte zu vermelden? «Von der Durchschnittspace wurden wir besser, das ist sicher», hielt der 24-Jährige fest. «Wir haben heute noch mal einen Long-run gemacht, wobei der etwas in die Hose ging. Wir haben uns für den harten Vorderreifen entschieden, aber der hat in Schräglage nicht genug Grip aufgebaut. Nach 15 Runden haben wir aufgehört, das hat keinen Sinn gemacht. Ich war deutlich langsamer als im gestrigen Long-run. Trotzdem war es noch mal ganz gut, auf Distanz zu fahren. Wir wollten wissen, wie sich der härtere Vorderreifen verhält, der ist normal immer mein Favorit, aber in Sepang funktionierte er vom Charakter etwas anders. Auf der Bremse war er recht stabil, beim Einlenkverhalten und maximaler Schräglage hatte er nicht genug Grip, da schwamm ich ein bisschen. Deshalb konnten wir jetzt auch etwas früher aufhören. Wir haben heute alles am Vormittag und über Mittag durchgezogen, haben alles abgespult, was auf dem Plan war. Deshalb kann man sich dann auch früher auf die Heimreise begeben.»

Bradl fliegt noch heute Abend mit Etihad von Kuala Lumpur über Abu Dhabi nach München.

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