Superbike-WM: Zweites BMW-Team steigt aus

Lucio Cecchinello (LCR): Mit Stefan Bradl WM-Fünfter?

Von Günther Wiesinger
LCR-Honda-Teambesitzer Lucio Cecchinello freut sich auf die Europa-Rennen und war mit Stefan Bradls Vorstellung in Argentinien völlig zufrieden.

LCR-Honda-Teambesitzer Lucio Cecchinello ist mit der Ausbeute von Stefan Bradl bei den beiden Übersee-Rennen in Texas und Argentinien durchaus zufrieden.

«In Austin haben wir auf einen Podestplatz gehofft, er ist uns nicht gelungen. Hier in Las Termas war der fünfte Platz nach dem Crash im Qualifying ein sehr gutes Ergebnis, besonders wenn wir berücksichtigen, dass vor uns nur die zwei Werks-Honda und die zwei Werks-Yamaha ins Ziel gekommen sind», stellte Cecchinello im Gespräch mit SPEEDWEEK.com fest. «Realistischerweise muss man sagen, auch wenn wir eine Werks-Honda haben, dass wir als Satellitenteam ungefähr 50 Prozent weniger Personal haben als ein Werksteam. Stefan hat in der ersten Rennhälfte wirklich eine erstaunliche Performance gezeigt. Vielleicht haben wir punkto Set-up Stefan auch nicht das beste Motorrad gegeben... Aber wir stehen gut da. Unser Fokus richtet sich bereits auf Jerez. Dort haben wir in den letzten zwei Jahren immer Mühe gehabt.»

Las Termas erlaubte in der MotoGP-Klasse eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 177,1 km/h, damit ist es die zweitschnellste Rennstrecke im GP-Kalender hinter Phillip Island. Cecchinello: «Da der Average Speed hier so hoch war, darf man die 15 Sekunden Rückstand nicht so stark bewerten. Auf Pisten mit mehr Kurven liegen die Fahrer weiter auseinander.»

«Stefan hat mir berichtet, dass er bei Rennhälfte vorne etwas Bewegung spürte, als der Vorderreifen nachliess. Das glaube ich ihm. Er wollte das Rennen unbedingt beenden, und er hatte nicht die Pace, um Rossi besiegen zu können. Ich denke, er hat die Situation gut kontrolliert. Es war besser, diese elf Punkte ins Ziel zu bringen. Jetzt kommen wir nach Europa, da kennen wir die Pisten besser als in Texas und in Argentinien. Stefan hat auf den europäischen Strecken auch mehr Vertrauen. Wir sind froh, wenn wir wieder zurück in Europa sind und dort Rennen fahren können.»

Bradl liegt jetzt mit 24 Punkten bereits auf dem sechsten WM-Rang. «Wenn wir in Katar auf Platz 4 ins Ziel gekommen wäre, könnte es noch besser aussehen», hält Cecchinello fest. «Aber wir können in der Weltmeisterschaft immer noch Fünfter oder Vierter werden. Top-4 wird schwierig, weil weder Lorenzo noch Valentino ein schlechtes Jahr haben werden, glaube ich. Aber wenn wir uns von Platz 7 im Vorjahr auf Platz 5 verbessern, kann sich das sehen lassen. In der weiteren Zukunft werden wir dann einen weiteren Schritt machen, hoffe ich.»

Für Cecchinello geht es auch darum, in der MotoGP-WM als bestes Kundenteam abzuschneiden. «Wir wollen das beste Privatteam werden, egal ob Honda, Yamaha oder Ducati. Das ist unser klares Ziel. Dann können wir mit Hilfe von Stefan bei LCR immer mehr Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Gresini-Honda und Bautista sind mit viel Pech in die Saison gestartet...»

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