Marc Marquez: «Ich war vor dem Training nervös»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Repsol-Honda-Star Marc Márquez verzichtete wie die meisten MotoGP-Piloten auf das feuchte zweite freie Training in Mugello. Seine Vormittags-Bestzeit von 1:48,004 min bildet eine gute Grundlage für weitere Heldentaten.

Da Marc Márquez am Freitag 2013 in Mugello mit 338 km/h gestürzt war und damals im Rennen abermals, tastete sich der spanische Repsol-Honda-Werkspilot ein bisschen vorsichtiger als üblich ans Limit heran. Er jagte Valentino Rossi im ersten Training erst in den letzten Minuten die Bestzeit ab.

Márquez erklärte hinterher: «Ich war vor dem ersten Training heute leicht nervös. Ich hatte ein paar Fragezeichen im Kopf, denn letztes Jahr hatte ich hier viel Mühe. Deshalb habe ich mir dieses Mal für diesen Grand Prix vorgenommen, ein bisschen ruhiger ans Werk zu gehen. Ich wollte sanfte Linien fahren und mir die Bremspunkte gewissenhaft einprägen. Erst als ich mich gut angepasst fühlte und ich meinen Fahrstil für diese Piste etwas geändert hatte, bin ich richtig auf Zeitenjagd gegangen. Ich habe mich mit dem Team besprochen, und es ist uns gelungen, mit jedem Exit schneller zu werden. Im letzten Run habe ich mich in der Früh dann viel besser gefühlt.»

Marc Márquez hat sich schon im Vorjahr sehr rasch in der MotoGP-WM zurechtgefunden, der Moto2-Fahrstil kam ihm dabei offenbar entgegen: «Ich habe schon oft gesagt, dass die Moto2 eine gute Fahrschule war. In der Moto2 sliden die Fahrer viel, das ist mit diesen Bikes leichter. Wenn du in der MotoGP ein bisschen zu viel rutscht, ist ein Sturz meistens unausweichlich. In der MotoGP lassen sich Stürze in so einem Fall kaum vermeiden. Ich habe beim Umstieg in die MotoGP keine grossen Umstellungsprobleme gehabt, denn die Maschine ist nur 20kg schwerer als die Moto2, und dieses Zusatzgewicht ist offenbar geschickt versteckt. Es macht sich kaum bemerkbar. Jedenfalls war für mich der Umstieg von der 125er auf die Moto2 ein viel grösserer Schritt. Das hatte natürlich auch damit zu tun, dass ich damals vom Zweitakter kam und wenig Viertakterfahrung hatte.»

Márquez büsste am Freitag-Nachmittag eine komplette 45-Minuten-Session ein. «Aber das trifft uns Fahrer alle gleich... Wir müssen halt jetzt die Strategie für den Samstag umstellen. Denn wir müssen jetzt Reifentests am Samstag machen, die wir für Freitagnachmittag vorgesehen hatten. Harte Mischung, weiche Mischung, da haben wir noch einiges zu tun. Aber das spielt keine grosse Rolle. Dafür haben wir jetzt mehr Slick-Reifen in Reserve... Beim Set-up sehen wir nicht schlecht aus, aber es ist noch verbesserungsbedürftig. Und ich hatte nicht einmal Zeit, am Freitag die neuen 340-ccm-Bremsscheiben am Vorderrad zu probieren.»

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