Valentino Rossi: Wie erklärt er sich die Beliebtheit?

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Valentino Rossis Beliebtheit ist ungebrochen. Auch jahrelange Misserfolge haben daran nichts geändert. Jetzt spricht er über sein Erfolgsgeheimnis.

Valentino Rossi hat seit 2009 keinen Weltmeistertitel gewonnen. Und er hat seit Oktober 2010 nur einen MotoGP-Sieg errungen.

Trotzdem genoss er vor acht Tagen in Mugello wieder die Huldigungen von Zehntausenden Fans, er ist beliebter als jeder andere Rennfahrer, die Hälfte der Mugello-GP-Besucher stellte irgendein VR46-Merchandising-Produkt zur Schau, ob T-Shirts, Mützen oder Flaggen.

Wie erklärt sich der Yamaha-Star, der neunmalige Weltmeister und 106fache GP-Sieger seine ungebrochene Beliebtheit?

Rossi kommt ein bisschen ins Grübeln, als er eine Antwort sucht.
Der 35-jährige Evergreen sucht nach Erklärungen.

«.... es ist eine sehr lange Karriere. Mir sind eine Menge grossartiger Resultate gelungen. Viele Siege, und... Aber der wichtigste Grund dürfte die Art und Weise sein, wie ich Rennen fahre. In Italien verfolgen sehr, sehr viele Fans die MotoGP-Weltmeisterschaft. Sie wissen, wenn ich schnell bin und Erfolg habe, was ja besonders in der Vergangenheit der Fall war... Dann ist es unterhaltsam. Denn ich kämpfe verbissen, ich gebe mich bis zum Zielstrich nicht geschlagen. Ich gebe das Maximum, wenn ich eine Siegchance sehe... Aus diesen Gründen habe ich so viele Fans.»

Valentino Rossi hat in Mugello von 2002 bis 2008 sieben MotoGP-Siege in Serie abgeräumt. Am vorletzten Sonntag musste er nach Startplatz 10 alles geben, um in Mugello als Dritter noch aufs Podest zu stürmen – erstmals seit Platz 3 im Jahr 2009.

War das einer von Rossis mühseligsten Podestplätzen in Mugello? Denn Kaliber wie Marc Márquez und Jorge Lorenzo hatte er in seiner Glanzzeit selten zu kämpfen.

Rossi: «Die Rennen sind heute alle sehr hart. Früher war viel mehr Strategie dabei, man musste nicht jede Runde 100 Prozent riskieren... Jetzt gibt es vom Anfang bis zum Ende nur Vollgas... Von der vierten Reihe musste ich in Mugello vom Start weg voll pushen. Ich musste das Maximum geben, um den Anschluss an Marc und Jorge nicht zu verlieren. Die MotoGP-Klasse ist extrem schwierig geworden... Aber wenn man vorne dabei ist, ist die Befriedigung umso grösser. So ein Erfolg löst immer noch grosse Emotionen aus.»

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