Stefan Bradl (Rang 5): «Das ist nicht so prickelnd»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl in Barcelona

Stefan Bradl in Barcelona

Stefan Bradl schaffte mit Platz 5 in Barcelona das ersehnte Erfolgserlebnis. «Aber auf die vier Besten fehlen mir im Rennen 0,2 sec pro Runde», stellte der LCR-Honda-Pilot fest.

Stefan Bradl zeigte sein bestes MotoGP-Rennen seit Laguna Seca 2013, als er von der Pole-Position weg 21 Runden lang führte und dann auf Platz 2 hinter Marc Márquez landete.

Katar 2014 (acht Runden in Führung, dann Sturz) lassen wir nicht gelten, weil am Schluss keine Punkte abfielen...

Der LCR-Honda-Pilot hatte nach sechs Runden nur 0,9 sec auf Platz 1 verloren, dann verbremste er sich, musste einen Umweg fahren und büsste in dieser Runde 0,9 sec ein.

Doch die Verfolger Aleix Espargaró, Pol Espargaró und Andrea Dovizioso hielt der Bayer diesmal unter Kontrolle, in Runde 19 fuhr er mit 1:43,5 min sogar 1 sec schneller als Spitzenreiter Rossi.

Bradl, 2014 in Texas Vierter und in Las Termas Fünfter, fuhr schliesslich das verdiente Top-5-Ergebnis ein, nachdem er am Samstag im dritten freien Training schon mit der Bestzeit geglänzt und im Qualifying auf Platz 4 gefahren war.

Da kam sogar der Repsol-Honda-Teamprinzipal in der LCR-Box vorbei und schüttelte Bradl die Hand. «Good job», meinte der Italiener.

Stefan, bis du erleichtert? Nach den drei letzten Rennen hast du so ein Erfolgserlebnis bitter nötig gehabt?

Ja, ich bin erleichtert, weil es ein gutes Ergebnis ist. Aber irgendwie ist der fünfte Platz nicht so prickelnd.

Aber du warst nach sechs Runden nur 0,9 sec hinter dem Führenden. Du hast seit Laguna Seca 2013 nie mehr so einen starken Auftritt gezeigt, wenn man von Katar absieht.

Ja, ich würde generell sagen, der Abstand ist in Ordnung, und das Rennwochenende ist in Ordnung. Wir haben eine gute Performance gezeigt. Punkt!

Wir müssen jetzt noch ein paar Dinge analysieren, zum Beispiel unsere Reifenwahl, weil ich der Einzige mit dem harten Vorderreifen war. Das war die richtige Entscheidung. Am Anfang war es mit dem Wetter ein bisschen spannend.

Im Rennen habe ich die ersten vier halten können, so lange die Reifen frisch waren. Aber diese vier Spitzenfahrer sind irgendwo besser. Das gilt es jetzt zu analysieren, damit wir den nächsten Schritt machen können.

Wir haben hier am Wochenende gezeigt, dass wir in der Lage sind, bester Satellitenfahrer zu sein, «the best oft he rest». Wobei die anderen nicht weit hinter uns sind. Wenn wir zu den Werksteams aufholen wollen, müssen wir noch zwei Zehntel pro Runde finden.
Gut, das wird keine einfache Sache.

Du bist als Vierter gestartet, Rossi als Fünfter. Du hast dich von Anfang an auf Platz 5 eingereiht und im Gegensatz zu Le Mans keinen Platz verloren in den 25 Runden.

Rossi hat neben mir auch einen extrem guten Start gehabt. Mir ist dann in der ersten Kurve nichts anderes übrig geblieben, als auf der Aussenlinie zu sein. Das hat recht gut funktioniert. Nachher bin ich ein recht einsames Rennen gefahren. Ich habe nur geschaut, dass ich so lange wie möglich an den ersten vier dran bleibe. Aber der Abstand ist immer «step by step» grösser geworden. Dann habe ich geschaut, dass ich meinen Vorsprung auf die Verfolger halte.

Wie ist der Verbremser in Runde 7 passiert?

In Turn 9. Das war nicht so schlimm. Ich habe dadurch 0,9 sec verloren. Ich war etwas überrascht, denn die Yamaha-Piloten bremsen etwas früher als wir Honda-Fahrer, deshalb habe ich bei Lorenzo etwas aufmachen müssen. War ein kleiner Fehler.

In Runde 19 bist du eine Sekunde schneller gefahren als Spitzenreiter Rossi.

Ja, da haben sie vorne die Hand gehoben, weil sie Rossi anscheinend bei gelber Flagge überholt haben und die Plätze tauschen mussten, glaube ich.

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