Bestzeit Aleix Espargaró: «Habe das nicht erwartet»

Von Nereo Balanzin
MotoGP
Aleix Espargaró auf der Forward-Yamaha in Assen: Bestzeit!

Aleix Espargaró auf der Forward-Yamaha in Assen: Bestzeit!

Forward-Yamaha-Pilot Aleix Espargaró liess im Donnerstag-Training von Assen alle MotoGP-Stars hinter sich. «Aber es zählt nur das Rennen», meint der Spanier.

Aleix Espargaró gelang im ersten freien Assen-Training am Donnerstag die zweitbeste Zeit hinter Bruder Pol, im zweiten liess der Forward-Yamaha-Pilot sogar Weltmeister und WM-Leader Marc Márquez um 0,211 sec hinter sich – Bestzeit.

Die MotoGP-Klasse bei der Dutch-TT droht also zu einer Familienangelegenheit zu werden.

Pol Espargaró brachte allerdings seine Tech3-Yamaha am Nachmittag nur auf Platz 8. Dafür zeigte Aleix unantastbar. Er bezeichnet Assen als Lieblingsstrecke, er hat hier schon als Teenager mit der 250er brilliert.

Aleix fährt eine letztjährige Yamaha YZR-M1 im Open-Class-Format, er schaffte eine Zeit von 1:33,653 min. Da konnte keiner mithalten.
Casey Stoners bisherige Bestmarke stammt aus dem Jahr 2012: 1:33,713 min.

«Nein, ich habe nicht erwartet, dass ich hier am ersten Tag so schnell sein würde. ich habe in diesem Jahr schon einige Bestzeiten erreicht, das ist nichts Aussergewöhnliches... Und ich liebe diese Piste! Mehr als jede andere. Es ist immer ein Vergnügen, hier zu fahren. Ich habe also eine gute Vorstellung erwartet, aber nicht sooo gut. Und vergesst nicht, wir haben Day One. Und eigentlich zählt nur das Rennen.»

Aleix verwendet nicht denselben Forward-Rahmen, wie ihn Teamkollege Colin Edwards einsetzt, er vertraut lieber auf das letztjährige Werks-Chassis. «Unser eigenbau-Chassis ist gut, aber es wurde noch nicht ausreichend getestet», sagt Aleix. «Deshalb nehme ich lieber den alten.»

«Assen bietet uns vielleicht wegen der kühlen Temperaturen erstmals in diesem Jahr die Möglichkeit, den weichen Hinterreifen auch im Rennen zu verwenden», meint der Spanier. «Der harte und der weiche sind gut. Aber wenn wir mehr Runden abgespult haben, fühle ich mich auf der weicheren Mischung wohler. Morgen fahren wir einen Long-run, dann werden wir über das Potenzial besser Bescheid wissen.»

Und das Rennen? «Ob Sonne oder Regen, das hat wenig Einfluss auf mich», versichert der Forward-Yamaha-Pilot. «Wir können im Trockenen gute Resultate erzielen», weiss er. «Ich würde deshalb lieber eine trockene Piste bevorzugen. Aber wir können uns auch im Regen zur Wehr setzen.»

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