Andrea Iannone: Ducati bietet dritte Werksmaschine an

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Andrea Iannone

Andrea Iannone

Jetzt bahnt sich eine Lösung bei Ducati an: Andrea Iannone wird 2015 eine dritte Werksmaschine im Marlboro-Design (neben Dovizioso und Crutchlow) fahren.

Ducati-Renndirektor Gigi Dall’Igna hat ein paar andere Teambesitzer in den letzten Tagen freundlich gewarnt, sie sollten die Hände von Andrea Iannone lassen, denn der habe einen kugelsicheren Werksvertrag bei Ducati Corse für 2015.

Aber als Andrea Dovizioso (bis 2016) unterschrieb und Cal Crutchlow am Samstag darlegte, dass er auf seine Ausstiegsklausel verzichtet, war der in der WM an achter Stelle positionierte Iannone zuerst einmal stinksauer.

Sein Manager Carlo Pernat, Andrea selbst sowie Vater Regalino klapperten am Samstag sofort telefonisch alle möglichen MotoGP-Teams ab, um die Chancen auf einen Transfer abzuklären.

Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti erklärte am Samstag: «Wir müssen in den nächsten Tagen eine Lösung finden, wie wir für Andrea Iannone das bestmögliche Technik-Paket hinkriegen.»

Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab, wie Ducati Corse den aufstrebenden Iannone zufrieden stellen kann. Nach dem Vorbild des Repsol-Honda-Teams 2011 sollen drei identische Ducati-Werksmaschinen in Marlboro-Rot für Dovizioso, Crutchlow und Iannone eingesetzt werden.

Bei Repsol fuhren damals Stoner, Pedrosa und Dovizioso, der sich nach der Ankunft von Stoner nichts in Gresini-Team abschieben lassen wollte und auf seinen gültigen Vertrag für 2011 im Werksteam pochte.

Ducati will alle drei MotoGP-Werksfahrer mit identischem Material und identischem Design ausstatten. Allerdings wird Iannone – wie bisher – in der Pramac-Box stationiert, aber räumlich klar getrennt von Hernandez. Andrea erhält die neuesten GP15, sein Teamkollege Yonny Hernandez muss mit diesjährigen GP14-Bikes fahren – im Pramac-Design.

Iannones Entourage mit Carlo Pernat und Vater Regalino hat inzwischen anklingen lassen, man könne sich mit dieser Kompromisslösung abfinden.

Ducati will Iannone auf keinen Fall verlieren, weil er mit der widerspenstigen Desmosedici deutlich besser zurechtkommt als Cal Crutchlow.

Ein kleines Problem: Das Ducati-Werk kann für die Team-WM nur zwei Fahrer nominieren, es werden nur zwei gewertet.

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