Carmelo Ezpeleta über Stadtkurse: «Das ist der Weg in die Zukunft!»
Für MotoGP-CEO Carmelo Ezpeleta sind Rennstrecken in Städten die Zukunft. Phillip Island sei schön, aber nicht sicher genug. Er nannte einen weiteren prominenten Kurs, der einst aus dem Kalender flog.
Die Nachricht, dass der Phillip Island Circuit ab 2027 nicht mehr Teil des MotoGP-Kalenders sein wird, löste bei Fans weltweit große Empörung aus. Auch viele Fahrer meinten, dass es sehr schade sei, zukünftig nicht mehr auf der legendären Rennstrecke fahren zu können.
Der neue Austragungsort für den Australien-GP ist ab nächster Saison Adelaide. Es wird dort ein Stadtkurs errichtet – ganz im Sinne der Neuausrichtung der MotoGP unter Liberty Media und der Idee, die Rennen näher zu den Menschen zu bringen.
«Die MotoGP verbessert sich ständig. Ich denke, wir bewegen uns in Richtung Rennen, die näher an den Städten stattfinden», betonte MotoGP-CEO Carmelo Ezpeleta gegenüber marca.com. Der Spanier nannte weitere Beispiele aus der Motorrad-Weltmeisterschaft. «Goiânia ist eine permanente Rennstrecke im Stadtzentrum, und nächstes Jahr gehen wir nach Buenos Aires, wo es ebenfalls eine permanente Rennstrecke im Stadtzentrum gibt. Das ist der Weg in die Zukunft.»
Ezpeleta über Adelaide: «Es ist ein sicheres Rennen, kein Stadtrennen»
Viel wird darüber diskutiert, ob Stadtkurse den hohen Sicherheitsanforderungen der MotoGP entsprechen – auch im Fall Adelaide äußerten sich Fans und Fahrer kritisch. Ezpeleta hat auch dazu eine klare Meinung: «Es ist ein sicheres Rennen, kein Stadtrennen. Wir fahren an einen Ort, von dem wir glauben, dass er alle Eigenschaften einer fantastischen Rennstrecke hat – mitten in einer Stadt, aber mit allen Sicherheitsvorkehrungen», unterstrich er.
In diesem Zusammenhang ging Ezpeleta noch einmal auf Phillip Island ein. «Ich hoffe, dass wir keine Probleme mehr mit Wind und Regen haben werden. Jetzt ist es leicht zu sagen, dass es eine sehr schöne Rennstrecke war, was auch stimmt, aber Sicherheit geht vor», so der 80-Jährige. Dann nannte er ein weiteres prominentes Beispiel, das aus dem Kalender geflogen ist: «Ich möchte daran erinnern, dass Suzuka, eine wunderschöne Rennstrecke, nicht sicher ist und wir daher nicht weiter dorthin fahren können.»
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