Wie viel verliert Alex Hofmann auf Marc Márquez?

Von Ivo Schützbach
MotoGP
Für einen Testpiloten ist Alex Hofmann nach wie vor flott unterwegs

Für einen Testpiloten ist Alex Hofmann nach wie vor flott unterwegs

Nach sieben Jahren als Aprilia-Testfahrer wird Alex Hofmann dieses Jahr KTM auf den MotoGP-Einstieg 2017 vorbereiten. Wie der 34-Jährige seinen eigenen Speed einschätzt.

Wenn es um den Feinschliff am Motorrad geht, bevorzugen die besten Piloten selbst zu testen. «Wenn man ein Motorrad eine Sekunde langsamer als das Limit fährt, fühlt es sich ganz anders an», ist Superbike-Ass Jonathan Rea überzeugt.

Um an der letzten Sekunde zu feilen, dahin muss ein Motorrad erst gebracht werden. Alex Hofmann hat sich seit 2008 um die Entwicklung der Aprilia RSV4 gekümmert, zuletzt war er auch in das MotoGP-Projekt des Herstellers aus Noale eingebunden.

Auch dank Hofmann gewann Aprilia bei den Superbikes drei Fahrer-Weltmeisterschaften mit Max Biaggi (2010, 2012) und Sylvain Guintoli (2014) und seit 2010 viermal den Hersteller-Titel.

2015 arbeitet der 34-Jährige für KTM. Der österreichische Hersteller steigt 2017 mit einem Semi-Werksteam in die MotoGP-Weltmeisterschaft ein. Ing. Kurt Trieb baut einen 1000-ccm-V4-Motor mit Seamless-Getriebe und pneumatischem Ventiltrieb, dazu wird ein Gitterrohrstahlrahmen entwickelt nach dem Vorbild der Moto3-Bikes. Der Motor der RC16 soll im Mai 2015 auf dem Prüfstand laufen, für Jahresende 2015 ist das Roll-out vorgesehen.

Alex Hofmann wurde verpflichtet, damit KTM die Weichen für zukünftige Entwicklungen richtig stellen kann.

Innerhalb einer Sekunde

Aprilia sagt, dass du noch bis auf eine Sekunde mit den Besten in der Superbike-WM mithalten kannst. Ist das auch deine Einschätzung?

«Schwierig zu sagen», meinte der zweifache Familienvater im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Es gab selten Tests, in denen ich mal richtig zum Fahren kam. 2013 gab es einen Test in Jerez, da kamen Laverty und Guintoli als WM-Führende vom Auftakt in Phillip Island zurück und ich war am ersten Testtag Zweiter, zwischen den beiden – und vor den ganzen anderen Fahrern.»

«Als Testfahrer hat man eine andere Herangehensweise», weiß Hofmann. «Du fährst generell mit weniger Risiko, weil du mehr Sensoren anhaben musst. Wenn man mich richtig fahren lässt, kann ich in der Superbike-WM immer noch mit allen in der gleichen Sekunde fahren, das habe ich auch immer wieder bewiesen. Das muss sich aber auch ergeben, dafür musst du auch mal ein oder zwei Tage am Set-up arbeiten können, so wie man normal an der Rennstrecke arbeitet, um eine gute Rundenzeit zu fahren. Aber wenn man den ganzen Tag nur dran ist neue Software zu probieren, dann fasst man das alles gar nicht an. Als Rennfahrer macht es das einem auch viel schwieriger den Rhythmus aufzunehmen.»

«In der MotoGP-WM muss man realistisch sein: Wenn du innerhalb 2 sec eines Marc Márquez fährst, dann fährst du immer noch sehr schnell Motorrad. Bis KTM dort ist, vergeht noch ein bisschen Zeit. Sie brauchen erst mal die Erfahrung, um einen Grundweg einzuschlagen. Und dann die jungen Wilden, die zeigen, was mit 100 Prozent Risiko geht.»

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