Aki Ajo: Was er zu Jack Miller und Vinales sagt

Von Jordi Gutiérrez
Moto3- und Moto2-Teambesitzer Aki Ajo beobachtete in Sepang die MotoGP-Tests seiner Schützlinge Maverick Vinales und Jack Miller. «Wir brauchen Geduld», betont der Finne.

Der Finne Aki Ajo betreibt 2015 das Red Bull-KTM-Werksteam in der Moto3-Klasse mit Brad Binder, Miguel Oliveira und Karel Hanika, dazu den neuen Moto2-Rennstall mit Johann Zarco. Ausserdem fungiert Ajo als persönlicher Manager von Jack Miller und Maverick Vinales, deshalb liess er sich in dieser Woche den MotoGP-Test in Sepang/Malaysia nicht entgehen.

Seine beiden MotoGP-Rookies landeten auf de Plätzen 14 und 22.

«Maverick leistet gute Arbeit. Er weiss, wie man vorgehen muss, wenn man in der WM die Kategorie wechselt. Er bleibt ruhig, er überstürzt nichts, das macht mich glücklich. Es spielt keine Rolle, ob du von der Moto3 in die Moto2 aufsteigst oder von der Moto2 in die MotoGP, du brauchst immer eine Lehrzeit. Maverick hat bisher Fehler vermieden, er konzentriert sich darauf, das Motorrad kennenzulernen und seinen Fahrstil anzupassen. Ich habe erwartet, dass er sich gut aus der Affäre zieht. Ich muss aber auch sagen, dass die Suzuki eine gute Figur macht. Viele Leute haben diese Performance nicht erwartet, die sie im Moment zeigen. Natürlich, Mavericks MotoGP-Karriere befindet sich noch in einem frühen Zeitpunkt, auch Suzuki steht erst am Anfang bei diesem Projekt.»

«Ich kümmere mich zwar auch um das Management von Maverick, aber ich fühle mich in erster Linie als Mentor meiner Jungs», sagt Aki Ajo. «Klar, unser Management handhabt viele Dinge für die Fahrer, auch im täglichen Leben. Wir versuchen, alles unter Kontrolle zu halten und sie so gut wie möglich zu unterstützen. Wir arbeiten täglich zusammen.»

Und wie beurteilt Aki Ajo die Leistung von Jack Miller? «Jack hat seine MotoGP-Laufbahn so begonnen, wie wir uns das vorgestellt haben. Es ist ein riesiger Schritt von der Moto3 in die MotoGP. Bisher entspricht seine Leistung den Erwartungen. Er schaut nicht auf die Rundenzeiten, er vergleicht sich nicht mit anderen Fahrern, er konzentriert sich auf seine Aufgabe. Er will die Arbeitsweise des Teams kennenlernen und sich mit der MotoGP-Maschine anfreunden. Es läuft gut. Jack muss die Ruhe bewahren. Bisher läuft alles nach Plan.»

«Es gab viele Spekulationen letztes Jahr, ob es sinnvoll ist, dass Maverick und Jack bereits in ihrem Alter in die MotoGP-WM aufsteigen sollten», erinnert sich Aki Ajo. «Aber beide haben eine Gelegenheit bekommen, die sich nur einmal im Leben bietet, also musst du sie ergreifen. Ich bin überzeugt, dass beide Fahrer diese Aufgabe gut meistern werden. Aber es braucht seit, das ist sicher. Die Leute, die sie beobachten müssen einsehen, dass im ersten Jahr nicht zu viel zu erwarten ist. Dann kommt das zweite Jahr. Und vielleicht wird man erst im dritten Jahr die grossen Fortschritte sehen.»

Die Testzeiten mit Bridgestone in Sepang
Mittwoch (25. Februar), 18 Uhr Ortszeit

1. Marc Márquez (E), Honda, 1:59,115 min
2. Jorge Lorenzo (E), Yamaha, 1:59,437
3. Cal Crutchlow (GB), Honda, 1:59,658
4. Andrea Iannone (I), Ducati, 1:59,722
5. Valentino Rossi (I), Yamaha 1:59,833
6. Bradley Smith (GB), Yamaha, 1:59,883
7. Dani Pedrosa (E), Honda, 2:00,048
8. Héctor Barberá (E), Ducati, 2:00,244
9. Aleix Espargaró (Suzuki), 2:00,275
10. Andrea Dovizioso (I), Ducati, 2:00,468
11. Pol Espargaró (E), Yamaha), 2:00,490
12. Danilo Petrucci (I), Ducati, 2:00,556
13. Yonny Hernandez (COL), Ducati, 2:00,603
14. Maverick Viñales (E), Suzuki, 2:00,604
15. Stefan Bradl (D), Yamaha, 2:00,685
16. Scott Redding (GB), Honda, 2:00,695
17. Nicky Hayden (USA), Honda, 2:00,813
18. Michele Pirro (I), Ducati, 2:00,875
19. Alvaró Bautista (E), Aprilia, 2:01,310
20. Mike di Meglio (F), Ducati, 2:01,487
21. Karel Abraham (CZ), Honda, 2:01,536
22. Jack Miller (AUS), Honda, 2:01,593
23. Eugene Laverty (IRL), Honda, 2:01,815
24. Loris Baz (F), Yamaha, 2:02,587
25. Alex De Angelis (RSM), ART, 2:03,300
26. Katsuyuki Nakasuga (J), Yamaha, 2:03,448
27. Marco Melandri (I), Aprilia, 2:03,569

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