Valentino Rossi: Warum ist «arm pump» ein Fremdwort?

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Valentino Rossi: Der rechte Unterarm macht keine Beschwerden

Valentino Rossi: Der rechte Unterarm macht keine Beschwerden

Für viele GP-Fahrer ist das «arm pump»-Problem ein täglicher Begleiter, Dani Pedrosa wurde deshalb schon dreimal operiert. Valentino Rossi fühlt sich davon nicht bedroht. Sein Rezept dagegen hört sich einfach an.

Seine Gegner werden reihenweise von der Berufskrankheit im rechten Unterarm heimgesucht, «arm pump»-Beschwerden sind bei Motorradrennfahrern an der Tagesordnung, vo​m «compartment syndrome» sprechen die Engländer, eine Faszienspaltung bringt Linderung. Aber manchmal tauchen die Beschwerden nach unbestimmter Zeit wieder auf.

Dani Pedrosa wurde breits dreimal operiert, zuletzt im Mai 2014 und im April 2015, Stefan Bradl kam zweimal unters Messer, fast jeder Spitzenfahrer in der Moto2- und MotoGP-WM lag deshalb schon einmal auf dem Operationstisch, von Tom Lüthi bis zu Pol Espargaró und Scott Redding.

Als Andenken bleibt meistens nur eine zehn Zentimeter lange Naht auf der Innenseite des Unterarms.

Nur Valentino Rossi blieb in seinen fast 20 GP-Jahren und 316 Grand Prix von diesen Beschwerden verschont, die zu Krämpfen und Taubheit führen, die Schmerzen halten nach den Rennen oft 24 Stunden und länger an. Das gleichzeitige heftige Bremsen und Gasgeben überbeansprucht die Unterarmmuskulatur.

Der neunfache Weltmeister und 11malige GP-Sieger hat seine eigene Theorie zur Immunität gegen «arm pump»-Symptonen.
«Ich hatte bisher nie solche Beschwerden. Ich arbeite immer brav daran, dieses Problem zu vermeiden», sagte Rossi im Exklusiv-Interview mit SPEEDWEEK.com. «Was ich tue, um 'arm pump' zu vermeiden? Im Grunde Stretching, ich entspanne die Muskulatur. Es hat auch damit zu tun, wie man mit dem Motorrad umgeht. Ich fahre sanfter und behutsamer als die meisten Gegner. Ich lasse das Motorrad ​fahren... Deshalb wird meine Muskulatur nicht so gestresst, sie wird weniger beansprucht.»

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