Stefan Bradl (14.): «Es wird eine Rutschpartie»

Von Günther Wiesinger
Stefan Bradl auf der Forward-Yamaha

Stefan Bradl auf der Forward-Yamaha

Jorge Lorenzo dominierte das Warm-up zum Barcelona-GP. Stefan Bradl landete af Platz 14. «Ich muss das Motorrad heute ins Ziel bringen», nahm er sich vor.

Im Warm-up zum MotoGP-Rennen auf dem Circuit de Catalunya zeigte sich Maverick Vinales zuerst gleich wieder in Bestform, der Suzuki-Werkspilot hielt kurz vor Halbzeit mit 1:41,784 min die Bestzeit.

Doch dann schmiss der Trainingszweite seine GSX-RR ins Kiesbett.
Stefan Bradl hielt sich zu diesem Zeitpunkt mit 1:42,839 min an 14. Stelle hinter Rossi, Smith, Barbera und Iannone.

Lorenzo schnappte sich dann zehn Minuten vor Schluss mit 1:41,627 min die Bestzeit vor Vinales, Aleix Espargaró war Dritter.

Casey Stoner verfolgte das Warm-up an der Box von Repsol-Honda, er fährt heute mit der käuflichen Honda RC213V-S (sie kostet 188.000 Euro) um 13.20 Uhr eine Ehrenrunde.

Movistar-Yamaha-Werkspilot Lorenzo hielt seine Bestzeit bis zum Schluss, während Márquez hinter Vinales Platz 3 sicherstellte – er büsste 0,260 sec auf Lorenzo ein, der zum ersten Mal in seiner MotoGP-Karriere den vierten Rennsieg hintereinander erringen will. 4. Aleix Espargaró, 5. Iannone. 6. Rossi. 7. Dovizioso. 8. Crutchlow. Pol Espargaró ritt einmal ins Kiesbett aus, schaffte aber die neuntbeste Zeit. 10. Hernandez vor Smith und Pedrosa.

Stefan Bradl (im Quali auf Platz 15) blieb mit der 14. Zeit im Bereich seiner Möglichkeiten; der Bayer verlor 1,2 Sekunden auf die Bestzeit von Lorenzo und liess Hayden, Redding und Bautista hinter sich.
«Wenn es so bleibt, wird es bis zum Rennstart um 14 Uhr sehr heiss und somit schwierig werden, das ist hier immer so», bemerkte Stefan Bradl. «Wir weden einfach limitiert sein, was die Reifen anbelangt, weil sie nach wenigen Runden bereits nachlassen. Dann wird es eine ziemliche Rutschpartie, weil wir danach noch 20 Runden auf der Uhr haben.»

«Aber wir haben jetzt noch einmal etwas verändert im Vergleich zu gestern, das hat sich positiv bemerkbar gemacht», fuhr der Athinà-Forward-Yamaha-Pilot fort. «Es ist hier genau das Gegenteil von Mugello... Dort sind wird vom Radstand immer kürzer gegangen, jetzt gehen wir wieder länger. Heute im Warm-up haben wir den Radstand wieder einen Schritt länger gemacht. Damit habe ich mich ganz gut gefühlt, diese Änderung hat mein Vorderrad-Feeling verbessert. Auch vom Fahrstil her habe ich mich leichter getan, die nötigen Zeiten zu fahren, auch die Rennpace war nicht schlecht.»

Nach zwei Stürzen in Le Mans (selbst verschuldet) und Mugello (von Hayden gerammt) will Bradl heute unbedingt punkten. «WM-Punkte sind das Ziel, ganz klar. Aber man muss das Ganze zuerst einmal über die Ziellinie bringen, weil man aus den letzten Jahren weiss, hier passieren immer viele Stürze, vor allem übers Vorderrad. Denn es wird sehr schmierig, wodurch dann der Hinterreifen extrem nachlässt, das führt dann zu einer hohen Belastung des Vorderrads. Ich hoffe, dass unsere Veränderung vom Warm-up im Rennen zu einer Unterstützung führt, damit ich mich vom Vorderrad her sicher fühle. Wir müssen am Anfang auf jeden Fall ruhig bleiben. Wenn ich jetzt einen Plan fürs Rennen mache, kommt es eh wieder ganz anders... Ich darf in der Anfangsphase keinen Fehler machen und muss dann rasch meinen Rhythmus finden, damit ich aus eigener Kraft mit Sicherheit in die Punkte fahren kann. Man wird dann sehen, ob sich einige Zweikämpfe entwickeln oder ob sich das Feld auseinanderzieht, ob es am Anfang viel Verkehr und viele Überholmanöver gibt... Von der Konstanz sieht es im Vergleich zu den anderen Open-Fahrern nicht schlecht aus. Ich muss geduldig bleiben, denn meine letzten Rennergebnisse waren nicht gerade vielversprechend. Ich muss das Motorrad heute ins Ziel bringen.»

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