Cal Crutchlow (6.): «Mein Motorrad war zu langsam»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Cal Crutchlow (35) in der Schikane vor Pol Espargaró und Dani Pedrosa

Cal Crutchlow (35) in der Schikane vor Pol Espargaró und Dani Pedrosa

Nach drei Nullern wegen drei Rennstürzen kam Cal Crutchlow (CWM-LCR-Honda) in Assen auf Platz 6 ins Ziel. Wirklch hingerissen war er von dieser Performance nicht.

«Ich bin nicht zufrieden und nicht amüsiert. Wir sollten nicht 24 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel kommen, da geht es schon mal los», erklärte Cal Crutchow nach dem sechsten Platz bei der Dutch-TT in Assen. «Aber ehrlich gesagt, mein Motorrad war zu langsam. Ich hatte keine Beschleunigung und wurde von Dovi bei der Anfahrt zu Turn 6 immer wieder überholt. Er hatte einfach mehr Speed. ​Ich konnte gegen ihn nichts ausrichten. Jedesmal wenn ich mich aus dem Staub machen wollte, haben sie auf der Geraden wieder drei oder vier Zehntel auf mich wettgemacht. Dieses Manko kommt in den Trainings und im Qualifying nicht zum Vorschein, nur wenn ich im Rennen direkt gegen die Gegner kämpfe. Die Daten von Dani und mir zeigen, dass wir gegenüber Ducati auf der Geraden zwei Zehntel verlieren. Ich habe eine Menge Zeit verloren.»

«Jedesmal wenn ich sie vor der letzten Schikane überholt habe, haben sie mich auf der Start/Ziel-Geraden wieder geschnappt. Trotzdem war es ein guter Kampf. Ich musste das Rennen unbedingt beenden, das stand im Vordergrund nach drei Nullern hintereinander. Immer wenn ich im Nahkampf war, habe ich mir eingetrichtert: Ich muss ins Ziel kommen.»

Der CWM-LCR-Honda-Pilot liegt jetzt nach acht Rennen mit 57 Punkten in der WM an siebter Stelle. «Wenn ich nach der ersten Runde an vierter Stelle gewesen wäre, wäre ich auch als Vierter ins Ziel gekommen», fuhr Crutchlow fort.

«Ich bilde mir nicht ein, dass ich an Lorenzo dranbleiben hätte können. Aber ich hätte mich zwischen Jorge und Iannone zwängen und um Platz 4 streiten können. Aber das hätte schon in Runde 1 stattfinden müssen. Denn ich hatte eine bessere Pace als nachher, als ich auf Platz 6 rumfuhr. Es ist hier so einfach, wenn du einen Fahrer vor dir hast. Das ist dann ähnlich wie Spazierenfahren. Wenn du dann an der Spitze liegst, kannst du nicht wegfahren, weil dich sofort jemand aus dem Windschatten raus attackiert. Das war das Mühsame heute. Natürlich ist es erfreulich, wenn man in den Top-6 landet und ins Ziel kommt. Aber 20 Sekunden Rückstand, das macht mir keine Freude. Immerhin habe ich einen meiner Factory-Kollegen hinter mir gelassen.»

Tatsächlich ging Dani Pedrosa nach dem Sturz im Warm-up etwas zaghaft ans Werk: Er büsste als Achter aber nur 0,2 sec auf Crutchlow ein.

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