Ing. Kurt Trieb (KTM): Prüfstandtests gut angelaufen

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Ing. Kurt Trieb mit Mike Leitner

Ing. Kurt Trieb mit Mike Leitner

Die RC16-MotoGP-Maschine von KTM läuft, der Zeitplan soll eingehalten werden. Motoren-Konstrukteur Ing. Kurt Trieb ist mit der Neuschöpfung zufrieden.

Der erfolgreiche KTM-Motorenkonstrukteur Ing. Kurt Trieb (er konstruierte auch die siegreichen Cross-Motoren und das Moto3-Triebwerk) schaute beim «Gran Premio TIM di San Marino e della Riviera di Rimini» vorbei und erzählte, der neue 1000-ccm-V4-MotoGP-Motor laufe seit 1. Juli mit vielversprechenden Ergebnissen auf dem Prüfstand. Ursprünglich war der erste Prüfstandtest für Mai 2015 vorgesehen gewesen.

Ende vergangener Woche lief das komplette RC16-Motorrad (es ist mit einem Gitterrohrstahlrahmen ausgerüstet!) erstmals auf dem Rollenprüfstand; das erste Roll-out auf der Rennstrecke ist für November vorgesehen. Danach soll jeden Monat getestet werden.

Die von KTM-Firmenchef Stefan Pierer vor einem Jahr noch erhofften Wildcard-Einsätze 2016 werden sich nicht bewerkstelligen lassen. Das bestätigt auch Kurt Trieb. «Realistisch gesehen, werden wir nächstes Jahr keine Rennen bestreiten können», sagte Ing. Kurt Trieb im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Vorläufig existieren fünf Exemplare des 1000-ccm-V4-Motors. «Mit dem Start sind wir alle zufrieden», erklärte Trieb. «Die Prüfstandtests sind mal ganz gut angelaufen. Aber das ist erst der Anfang.»

Vorläufig wird das RC16-Triebwerk (mit Seamless-Getriebe und pneumatischem Ventiltrieb) noch mit der diesjährigen Marelli-Open-Class-Elektronik betrieben. «Das ist die ECU, die wir haben», ergänzte Ing. Trieb.

Diese Motorsteuerung wird allerdings bald in die Mülltonne befördert, denn Honda, Yamaha und Ducati haben sich bereit erklärt, die Software für die nächstjährige Einheits-Elektronik gemeinsam zu entwickeln und zu schreiben. Diese Motorsteuerung wird den Teams (also auch KTM) spätestens nach dem WM-Finale in Valencia zur Verfügung stehen.

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