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MotoGP-WM 2016: Erleichterungen für private Tests

Im nächsten Jahr dürfen die MotoGP-Teams bei privaten Tests auch jene Motoren einsetzen, die sie für die GP-Wochenenden geleast haben. Das senkt die Kosten.

MotoGP

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Die Grand Prix Commission, zusammengesetzt aus Mitgliedern von Dorna, FIM, IRTA und MMSA hat in Japan einige neue Entscheidungen für die Saison 2016 getroffen.

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Motorenmuster für MotoGP

Schon Ende Juni in Assen ist vereinbart worden, dass die Hersteller für 2016 unterschiedliche Motors-Spezifikationen homologieren können. Dadurch soll den Werken gestattet werden, in der kommenden Saison bei den Kundenteams auch MotoGP-Triebwerke aus den Jahren 2014 oder 2015 einzusetzen.

Damit die Motoren nicht von bis zu drei Motorenmustern mit unterschiedlichen Spezifikationen komplette Triebwerke bei der Dorna und IRTA hinterlegen müssen, was zusätzliche hohe Kosten verursacht, müssen die Werke künftig nur noch einen Motor abliefern und dazu jene Komponenten, die sich vom neuesten Motorenmuster unterscheiden.

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Versiegelte Motoren

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Kürzlich wurden beim Misano-GP neue Testbeschränkungen beschlossen und verlautbart. Jetzt darf jedes MotoGP-Team 2016 neben den offiziellen IRTA-Tests fünf private Testtage absolvieren.

Und für diese Testfahrten wurden jetzt neue Beschlüsse gefasst: Die Motoren werden zwischen den WM-Rennen nicht mehr verplombt.

Was bedeutet das im Detail?

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"Bisher hat die Hersteller-Vereinigung MSMA verlangt, dass die MotoGP-Motoren zwischen den Grand Prix mit einer Plombierung verstehen werden, damit sie in den Pausen zwischen den Events nicht in Betrieb genommen werden können. Es gab nämlich die Befürchtung, dass manche Teams die Motoren zwischen den Rennen auf den Prüfstand stellen und checken würden, welcher Motor die meiste Leistung liefert", schilderte Race Director Mike Webb im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Den hätten sie dann für das nächste Rennen ausgewählt. Das soll angeblich in der Formel 1 schon passiert sein. 2016 dürfen vor allem die Kundenteams wieder mehr testen. Wenn sie ihre plombierten GP-Motoren nicht für die Tests verwenden können, müssen sie zusätzliche Triebwerke für die Tests kaufen. Selbst wenn das erschwinglich sein sollte, würde es die Hersteller zwingen, zusätzliche Motoren zu bauen."

Dazu sehen sich aber die Hersteller ausserstande. Deshalb werden die Motoren künftig zwischen den Rennen nicht mehr extra verplompt und nicht mehr stillgelegt.

Die Teams können als 2016 bei den Tests ihre Motoren-Kontingente von den Grand Prix verwenden. Das ist deshalb gut möglich, weil nächstes Jahr für die Factory-Teams von Honda, Yamaha und Ducati bei gleich bleibender Anzahl von Rennen sieben Motoren zur Verfügung stehen. Honda und Yamaha haben 2015 nur fünf, Ducati darf in diesem Jahr noch zwölf Triebwerke verheizen. Dank der Podestplätze und daraus resultierenden "concession points" verliert Ducati nächstes Jahr alle Privilegien.

Zur Erinnerung: 2016 fällt die Open Class weg, auch die weicheren Hinterreifen fallen weg, dafür liefert Michelin auch Intermediates. Alle Fahrer müssen mit 22 Liter fahren und die Einheits-ECU verwenden, die 2015 nur für die Open-Teams vorgeschrieben ist. Nur die Neueinsteiger Suzuki und Aprilia dürfen neun Motoren einsetzen und unbeschränkt testen. Ausserdem ist bei Suzuki und Aprilia die Motorenentwicklung nicht eingefroren.

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Die Experten haben in der MotoGP-Klasse immer bezweifelt, dass die Teams zwischen den Rennen mit den Motoren Prüfstandtests machen. Deshalb wurde diese unnütze Vorschrift jetzt gekippt.

Ausserdem gehen diese ganzen Reglements mit der limitierten Motorenanzahl auf den Wunsch der Hersteller und der MSMA zurück. Das war keine Idee von Dorna, FIM oder IRTA. Die IRTA-Funktionäre helfen nur bei der Umsetzung und Überwachung, damit keine zusätzlichen Motoren in Betrieb genommen werden.

Moto2-Klasse: Quickshifter

Um sicherzustellen, dass die Signale der Quickshift-Systeme exklusiv und ausnahmsweise für die Gangwechsel benützt werden, wird 2016 ein Standard-Connector mit sechs Stiften vorgeschrieben.

Dadurch können die offiziellen Techniker der IRTA prüfen, ob die Signale auch wirklich nur zum Schalten und nicht für leistungssteigernde Zwecke entfremdet werden. Schon 2012 gab es Vermutungen, Marc Márquez habe sich durch die exklusive Verwendung eines japanischen Quickshift-Systems technische Vorteile verschafft.

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