Ducati: Was bringen die Seitenflügel wirklich?

Von Günther Wiesinger
MotoGP

Ducati-Rennchef Gigi Dall'Igna trauert den Open-Class-Vorteilen nicht nach. Er traut sich zu, trotzdem zu Honda und Yamaha aufzuschliessen. Die Winglets hält er für höchst sinnvoll.

Der Italiener Gigi Dall'Igna gibt zu, die Ziele für 2015 nicht erreicht zu haben. Denn Ducati Corse wollte erstmals seit 2010 wieder MotoGP-Rennen gewinnen.

Immerhin gab es insgesamt neun Podestplätze zu feiern: Andrea Dovizioso schaffte fünf, Iannone drei, Petrucci einen.

Und dieses Trio schaffte auch den Sprung unter die Top-Ten der WM-Gesamtwertung: 5. Iannone. 7. Dovizioso. 10 Petrucci.

«Ich bin wirklich happy über die technischen Entwicklungen, die uns in der MotoGP-WM-Saison 2015 gelungen sind», erklärte Gigi Dall'Igna, General Manager von Ducati Corse. «Es stört mich nicht, dass wir nach zwei Jahren die Open-Class-Vorteile verlieren. Ich denke, wir können auch unter ebenbürtigen Bedingungen zu unseren Konkurrenten aufschliessen. Wenn sich etwas ändert, weiss man nie, was einen erwartet. Alle Werke, Teams und Hersteller betreten 2016 Neuland, wegen der Michelin-Reifen und wegen der Einheits-Elektronik. Wir können momentan nicht abschätzen, ob sich die Änderungen für uns positiv auswirken werden oder nicht. Beim Valencia-Test haben wir einen ersten Vorgeschmack erhalten. Aber momentan können wir noch kein ernsthaftes Urteil abgeben.»

Gigi Dall'Igna sammelte in Valencia fleissig Daten mit den Michelin-Reifen. «Das ist einer der Gründe, warum die GP16 noch nicht startklar ist», sagte der Ducati-Renndirektor. «Wir wollen bei den November-Tests in Valencia und Jerez besser verstehen, wie sich das Motorrad mit den Michelin-Reifen verhält. Wir haben in Valencia eine unterschiedliche Geometrie getestet, um Daten für die GP16 zu sammeln. In Sepang Anfang Februar werden wir dort mit der GP16 startklar sein.»

Ducati wird auch weiter an den Winglets festhalten. Gigi Dall'Igna: «Diese Flügel können uns helfen, den Vorderreifen stärker zu belasten. Die Winglets unterstützen uns bei der Vermeidung von Wheelies.»

Da die Kundenteams von Ducati nie die neuesten Rennmaschinen zu Verfügung haben, betreibt Gigi Dall'Igna die Weiterentwicklung ausschliesslich mit dem Werksteam. «Die Kundenteams könnten wir für die Entwicklung nur heranziehen, wenn alle die genau gleichen Bikes hätten», stelle der Konstrukteur fest. «Wenn wir im Werksteam die GP15 haben und die Kundenteams die GP14.2, dann macht der Input der Fahrer aus den Kundenteams wenig Sinn. Aber das könnte sich 2016 ein bisschen ändern, weil sich de GP16 nicht so stark von der GP15 unterscheiden wird, die wir im nächsten Jahr bei Pramac für beide Fahrer einsetzen. Aber in dieser Saison war das wirklich schwierig.»

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