Carlos Sainz: So ist der perfekte MotoGP-Fahrer

Von Mathias Brunner
MotoGP
MotoGP-Pilot Tito Rabat mit Carlos Sainz junior

MotoGP-Pilot Tito Rabat mit Carlos Sainz junior

Toro-Rosso-Fahrer Carlos Sainz junior lässt sich wie viele Formel-1-Fahrer kein MotoGP-Rennen entgehen und sagt, wie er sich den perfekten Motorrad-Artisten vorstellt.

Viele Formel-1-Fahrer sind eingefleischte MotoGP-Fans. McLaren-Honda-Star Jenson Button sagt: «Ich lasse mir kein Rennen von Rossi & Co. entgehen, die Show ist jedes Mal atemraubend.» Ferrari-Star Sebastian Vettel wäre sogar am liebsten zum MotoGP-Finale von Valencia gereist, aber unglücklicherweise hatte sein Arbeitgeber für das gleiche Wochenende das Ferrari-Weltfinale in Mugello angesetzt.

Auch der Madrilene Carlos Sainz junior guckt Motorradrennen, wann immer er kann, umso mehr genoss er Anfang Dezember den Termin mit dem künftigen MotoGP-Fahrer Tito Rabat. «Estrella Galicia 0,0», Hauptsponsor des Marc VDS-Teams und Sponsor von Toro Rosso, hatte den besonderen Anlass auf der Rennstrecke von Jarama organisiert.

Für Sainz steht fest: «Ich weiss, wie der perfekte Zweiradheld sein müsste – eine Mischung aus den derzeit besten vier MotoGP-Piloten Valentino Rossi, Marc Márquez, Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo!»

Sainz sagt über die Qualitäten der herausragenden MotoGP-Asse: «Ich würde den Kopf von Rossi wählen, weil er sich die Rennen so klug einteilt, egal, ob er nun alleine unterwegs ist oder sich im Zweikampf befindet. Ich würde dazu die Aggressivität von Márquez nehmen. Er gibt immer hundert Prozent. Er ist extrem mutig und am Limit. Von Lorenzo würde ich die Konstanz als Zutat wählen, er macht ganz selten Fehler. Von Pedrosa schliesslich Stil und Eleganz – ich finde, er hat von allen den schönsten Fahrstil.»

Felipe Massa stärkt Rossi den Rücken

Ein weiterer Formel-1-GP-Sieger, der sich kein Rennen der Zweiradartisten entgehen lässt, ist der Brasilianer Felipe Massa. In seinen Jahren als Ferrari-Fahrer hat Felipe den Italiener Valentino Rossi gut kennengelernt – nicht nur, weil Rossi damals mehrfach einen Ferrari getestet hat, sondern auch, weil die beiden jahrelang von Philip Morris unterstützt wurden (Rossi fuhr 2011 und 2012 für Ducati), und sie gemeinsam an der Winterveranstaltung «Wroom» teilnahmen, einem zwanglosen Treffen der Zwei- und Vierradhelden mit Medienvertretern im Skiort Madonna di Campiglio.

Der italienischen Sky gegenüber sagte Massa unverblümt, was er vom WM-Finale in Valencia und dem Verhalten der spanischen Motorradasse gegen Rossi hält. «Ich bin Rossi bis zuletzt treu. Was in Valencia passiert ist, das ist hässlich. Da wurde einander gegenseitig geholfen, um sich gegen einen einzelnen anderen Piloten abzusichern. Motorsport ist für mich aber Einzelsport, so etwas dürfte es nicht geben. Sich gegen einen anderen in dieser Art zu verbünden, das war doch nichts anderes als nationalistisch. Das ist nicht richtig. Jeder sollte für sich selber fahren.»

«Natürlich hätte Valentino damals seine Füsse ein wenig näher am Körper behalten müssen (Felipe spielt auf den angeblichen Rossi-Tritt von Sepang an, M.B.), aber es hatte ihn einfach zur Weissglut gebracht, was vorher passiert war. Ich will das Verhalten von Valentino nicht rechtfertigen. Er hat für seine Taten mit der Rückversetzung in der Startaufstellung von Valencia bezahlt, vielleicht hat ihn das den Titel gekostet. Aber ich fand es hässlich, was die Spanier in Valencia gezeigt haben.»

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