Ducati-CEO Domenicali: «Die MotoGP ist für uns nicht verrückt teurer»
MotoGP-Weltmeister, Konstrukteurs-Champion in der Superbike-WM und ein guter Start in den Motocross-Sport: laut Ducati-CEO Claudio Domenicali werden alle Disziplinen wirtschaftlich genau kontrolliert.
2025 war für Ducati in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Denn neben den etablierten Königsdisziplinen auf Asphalt begab sich der Hersteller aus Bologna erstmals auch auf unbefestigten Boden in den Wettbewerb. Sowohl in der MXGP-WM als auch national (MX2) setzte sich Ducati Corse durchaus vielversprechend in Szene. 2026 geht es dazu in den USA im Referenzmarkt zur Sache.
Im Vieraugengespräch mit Ducati-CEO Claudio Domenicali wollte SPEEDWEEK.com verstehen, wie Ducati die drei großen Aktivitätenfelder MotoGP, Superbike und Offroad auch in Sachen Finanzierung darstellt und bewertet. Zunächst stellte der langjährige Ducati-Boss klar: «Jede Disziplin, in der wir aktiv sind, muss sich rechnen. Dennoch müssen wir bei allem auch das große Bild im Auge behalten. Der Einsatz im Offroad-Sport ist noch jung, aber trotz der Start-up-Phase gilt auch hier, dass wir den finanziellen Einsatz in ein korrektes Verhältnis zu der Wirkung setzen, die wir mit dem Engagement erzielen.»
Domenicali erklärte weiter: «Die Zahlen hierzu sind vertraulich, aber wir haben für jedes Projekt ein Kontrollverfahren, bei dem auch die jeweiligen Partner der Serie eine Rolle spielen. Natürlich ist die MotoGP erst einmal die mit Abstand teuerste Disziplin – aber wenn wir die Bewertung durchführen, ergibt sich ein anderes Bild. Denn wir können zugleich wesentlich mehr Einnahmen generieren. Diese fließen von Seiten des Promoters (Dorna Sports, Anm. d. Red.), von den Kundenteams und natürlich von unseren Partnern. Auf diese Art und Weise ist die MotoGP für uns im Vergleich zu anderen Disziplinen alles andere als verrückt teurer.»
Doch ein Selbstläufer ist das nicht, wie Domenicali zu bedenken gibt: «Was wir aber nicht vergessen dürfen: Die MotoGP verlangt auch ständig große Investitionen – hier sind wir ganz besonders von Resultaten abhängig. Der Wettbewerb ist sehr stark und der massive Einsatz von Forschung und Entwicklung ist ein sehr großer Posten.»
Auf der Haben-Seite sieht der Ducati-Verantwortliche aber auch den Nutzen der erweiterten Rennsportaktivitäten: «Ich denke, wir sind gut aufgestellt, auch weil die Disziplinen MotoGP, Superbike und Offroad nicht getrennt, sondern eng miteinander verbunden sind. Es gibt hier einen regen Austausch und die Erweiterung hat nicht nur das Wissen und die Technologie bei Ducati Corse und damit Ducati insgesamt erhöht – das gesamte Know-how ist gestiegen und das steigert den Wert, auch unseren Partnern gegenüber», so Claudio Domenicali im Rahmen der
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