Mike Leitner (KTM): «Die MotoGP ist eine andere Liga»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
KTM-MotoGP-Techniker Mike Leitner lobt seine Testfahrer-Crew und spart auch nicht mit Komplimenten für Mika Kallio. In Spielberg durfte auch Alex Hofmann noch einmal ran.

Mike Leitner, Vice President Onroad bei KTM Factory Racing, treibt momentan das MotoGP-Projekt voran. Bis zum Debüt von Mika Kallio mit einer Wildcard beim Valencia-GP im November wird noch viermal getestet. In Aragón, Brünn, Misano und Valencia.

Mike, KTM hat mit Kallio, de Puniet, Abrahm und Lüthi gleich vier Testfahrer. Wie wird dieses Quartett für die nächsten Tests eingeteilt?

Tom Lüthi wird noch einmal in Misano testen. Dann wird Randy de Puniet noch einmal fahren, dann Karel, nur Mika Kallio ist überall Fixstarter.

In Spielberg hat Alex Hofmann am zweiten Tag in der Früh auch ein paar Runden mit der RC16 gedreht. Was war seine Aufgabe?

Alex hat ja im Oktober das Roll-out in Spielberg absolviert. Für uns war interessant, dass er in der Früh noch ein paar Runden gefahren und bestätigt hat, das Ding ist jetzt in diesem Bereich anders und da und dort besser. Es ging nicht um eine Performance oder Rundenzeiten. Aber er hat uns bestätigt, dass wir Fortschritte gemacht haben. Das war wertvoll.

Was kann KTM und was können die KTM-Fans beim Renndebüt der RC16 in Valencia erwarten? Wird es in erster Linie darum gehen, die letzte Startreihe zu vermeiden?

Ja, was sollen wir dort erwarten? Sicher werden wir versuchen, uns gut aus der Affäre zu ziehen. Und wir wollen die Zielflagge sehen. Das ist klar.

Und einen WM-Punkt holen?

Keine Ahnung. Die Ziele sind nach oben unbegrenzt.
Aber unser Ziel war von Anfang an: Im März 2017 in Doha, da geht’s los. Das war unsere Vorgabe, als wir mit diesem Projekt gestartet sind. Inzwischen haben gewisse Dinge gut funktioniert. Jetzt steigt vielleicht die Erwartungshaltung.

Die Teilnahme am Valencia-GP macht aber Sinn. KTM kann den Ernstfall für 2017 proben, dazu wird Mika Kallio für die endlosen Testrunden mit einem Renneinsatz belohnt.

Klar, Mika ist wegen uns aus dem Rennbetrieb in der Moto2 rausgekommen. Es ist nicht leicht für einen Fahrer, Test für Test abzuspulen und sich immer neu zu motivieren.
Speziell wenn einmal die Entwicklung nicht gleich die gewünschten Fortschritte macht. Du musst als Testfahrer trotzdem von früh bis spät bei der Sache sein, den ganzen Tag lang. Mika macht einen Super-Job. Hut ab.
Aber ich möchte erwähnen, dass alle unsere Testfahrer erstklassige Arbeit abliefern, auch Karel Abraham. Er fährt jetzt in der Superbike-WM. Aber er ist 2016 noch in der MotoGP-WM gefahren und hat uns Sachen sagen können, die wir von anderen Piloten vielleicht nicht erfahren hätten. Und Randy de Puniet hat einfach irrsinnig viel MotoGP-Erfahrung mit Kawasaki, Honda, Aprilia und Suzuki. Das ist unbestritten.

Die Technik-Crew von KTM wird froh sein, wenn sie in Valencia für 2017 unter Rennbedingungen üben kann.

Ja, das ist sicher nützlich.
Aber es war auch der MotoGP-Test in Spielberg super, denn es waren viele Leute von KTM dabei, die sonst nicht oft auf den Rennplatz kommen. Jetzt haben sie einmal gesehen, was in der MotoGP wirklich abgeht.
Jetzt haben sie einmal Rossi und Lorenzo aus der Nähe erleben können. Jetzt haben sie erkannt, welcher Wind her weht. Casey Stoner war auch dabei, fast alle anderen Stars, das war eine Art Weckruf für alle Beteiligten.
Jetzt wissen alle: Die MotoGP ist eine andere Liga.

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