Michael van der Mark hofft auf Yamaha-MotoGP-Chance

Von Ivo Schützbach
MotoGP
Michael van der Mark gilt als großes Talent

Michael van der Mark gilt als großes Talent

Nach sechs Jahren wird Michael van der Mark Ende der Saison Honda verlassen und die Superbike-WM 2017 für Yamaha bestreiten. Das Kalkül des 23-Jährigen: Mittelfristig will er es so in die MotoGP-WM schaffen.

Honda, Ducati und Suzuki haben die letzten Jahre keinen Wert darauf gelegt, Topfahrer aus der Superbike- in die MotoGP-WM zu befördern. Ben Spies und Cal Crutchlow haben ihren Aufstieg Yamaha zu verdanken.

Danilo Petrucci, Eugene Laverty und Loris Baz haben es ohne Hersteller-Rückhalt in die Königsklasse geschafft.

2017 bilden Alex Lowes und Michael van der Mark Yamahas Superbike-Werksteam. Beide haben nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sie die Superbike-WM als Sprungbrett benützen möchten.

Lowes durfte vergangenen Montag in Brünn erstmals die MotoGP-Yamaha testen – als Belohnung für seinen Sieg beim Suzuka Eight Hours. Van der Marks Manager hat stets betont, dass er bei einer Einigung mit Yamaha oder Ducati eine Klausel im Vertrag haben möchte, dass sein Schützling 2017 zumindest mal MotoGP testen darf. Es ist davon auszugehen, dass wir den Supersport-Weltmeister von 2014 nächstes Jahr vereinzelt auf der M1 sehen werden.

Michael, bist du enttäuscht, dass du von Honda nie eine MotoGP-Chance erhalten hast?

Aus der Superbike-WM in die MotoGP-Klasse zu kommen, ist schwierig. Das Honda World Superbike Team ist von Honda Europe, MotoGP ist von HRC in Japan. Natürlich kennen sie mich dort, auch von meinen Einsätzen in Suzuka. Aber sie tun sich schwer damit, ein Risiko einzugehen und mich auf ein MotoGP-Bike zu setzen.

Ich bin deswegen nicht enttäuscht. Mir war bewusst, dass es schwierig wird, deshalb habe ich das nicht erwartet. Die Hoffnung war aber immer da.

Dafür haben sie Jack Miller direkt aus Moto3 geholt und ihn auf eine Werks-Honda gesetzt.

Das hat niemand wirklich verstanden. Ich glaube, dass es auch wichtig war, einen australischen Fahrer zu haben. Sicher hat Jack viel Talent, es gab aber viele andere Einflüsse, die dazu geführt haben, ihn aus Moto3 zu holen.

Mit dem großartigen MotoGP-Rennen in Assen müsste doch auch ein Niederländer interessant sein?

Ja, das ist lange her, dass es einen gab – zu lange. Der Letzte war Jurgen van den Goorbergh 2005 in China, als er als Ersatz von Tamada Sechster wurde.

Weshalb glaubst du, dass es mit Ducati oder Yamaha einfacher ist, vom Superbike- in ein MotoGP-Team zu kommen, als es bei Honda der Fall ist?

Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll.

Bei Ducati scheint es auf dem Papier am leichtesten zu sein – es ist bis heute aber nie passiert.

Ducati konzentriert sich werksseitig auf MotoGP und Superbike. Bei Honda konzentriert sich Honda Europe auf Superbike, Honda Japan achtet kaum darauf.

Die Voraussetzungen und die Organisation sind bei Yamaha SBK aber sehr ähnlich wie bei Honda.

Ja, aber das ändert sich. Seit den Rennen in Imola sieht man mehr Japaner in der Box.

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