Wie arg behindert Andrea Dovizioso das lädierte Knie?

Von Ivo Schützbach
MotoGP
Andrea Dovizioso

Andrea Dovizioso

Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso stand in seiner MotoGP-Karriere bereits 31 Mal auf dem Podest, aber erst einmal als Sieger: 2009 in England. Ein gutes Omen für den Silverstone-GP am kommenden Wochenende?

Seit sieben Jahren wartet Andrea Dovizioso auf seinen zweiten MotoGP-Sieg, in Donington Park feierte er 2009 seinen bis heute einzigen. Seit 2013 fährt der Italiener für das Ducati-Werksteam, doch ausgerechnet Teamkollege Andrea Iannone, der 2017 Suzuki fahren wird, beendete in Spielberg die 2128 Tage lange Durststrecke der Roten aus Borgo Panigale. Seit Casey Stoner im Oktober 2010 auf Phillip Island hatte keine Ducati ein MotoGP-Rennen gewonnen.

Doviziosos Vorbereitung für Silverstone lief nicht ideal. Letzte Woche Dienstag testete das Ducati-Werksteam in Misano, der 125er-Weltmeister von 2004 stürzte zu Testende in Kurve 4. Dovi verdrehte sich das rechte Knie, nach einer Computertomographie konnte eine schwerere Verletzung ausgeschlossen werden. Seither versucht er sich mit Physiotherapie bestmöglich auf England vorzubereiten.

«Auf den Sturz hätte ich verzichten können», meinte der Italiener zerknirscht. «Ich schufte mit meinem Physiotherapeuten, habe aber immer noch Schmerzen im Knie. Egal, Silverstone ist eine der Strecken, die ich bevorzuge. Eine großartige, wenn auch sehr schwierige Strecke. Letztes Jahr wurde ich dort Dritter im Rennen, ich glaube, dass ich auch dieses Mal konkurrenzfähig sein kann.»

Im Gegensatz zu Dovizioso befindet sich Andrea Iannone nach seinem GP-Sieg in Österreich auf einem Höhenflug. «Jetzt ist die Desmosedici auf jeder Rennstrecke konkurrenzfähig», meint der 27-Jährige. «Ich gehe davon aus, dass es in Silverstone gut für uns läuft. In der Vergangenheit hatte ich dort Schwierigkeiten, das ist eine seltsame Strecke. Sie ist sehr weitläufig, eher für die Formel 1 als für Motorräder gebaut. Das ist keine Strecke, wie ich sie bevorzuge, unsere Chancen stehen aber trotzdem gut.»

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