TM und Max Nagl: Der wahre Grund für das MXGP-Aus

Von Johannes Orasche
Motocross-WM MXGP
Max Nagl und TM – Pause oder Ende?

Max Nagl und TM – Pause oder Ende?

Der deutsche Vorzeige-Crosser Max Nagl erläutert exklusiv die Gründe für das vorläufige Ende der Zusammenarbeit mit TM.

Nachdem sich die Verhandlungen ungewöhnlich lange hingezogen haben, war es bereits absehbar, dass die spannende Kooperation zwischen dem deutschen MXGP-Piloten Max Nagl und dem italienischen Nischen-Hersteller TM trotz guter Ergebnisse für 2019 kaum fortgesetzt wird. Gegenüber SPEEDWEEK.com wurde dies nun auch offiziell bestätigt.

Auch über die wahren Gründe gibt es nun Klarheit.

Fakt ist: TM hat in der Entwicklung eines zu erledigen, was die Motorräder für 2019 betrifft. «TM hat keine finanziellen Probleme, sie haben aber bei den Enduros eine große Baustelle. Dort müssen sie nämlich für den Markt künftig die Euro4-Abgas-Bestimmung erfüllen, damit sie die Bikes auch verkaufen können. Damit haben sie im Moment Schwierigkeiten in der Entwicklung», verrät der Weilheimer.

Das Problem laut Nagl: «Jene Leute, die in das Motocross-WM-Projekt involviert waren und es auch gebaut haben, braucht TM jetzt im nächsten Jahr für die Entwicklung der neuen Enduro-Motorräder. Deswegen wollen sie das MXGP-Programm für ein Jahr stoppen und aussetzen, damit diese Leute eben alle für die Enduro-Sparte arbeiten können. Der Marktanteil von TM an den Enduro-Motorrädern ist wesentlich größer als jener im Cross-Bereich. TM verkauft einfach wesentlich mehr Enduro-Motorräder als Crosser. Das ist der Grund.»

TM holte zuletzt im Enduro-Sektor in der E2-Klasse mit dem Finnen Eero Remes den WM-Titel. Sicher ist mittlerweile auch: TM wird das mit Nagl begonnene 450er-Cross-GP-Projekt nicht zu einem Privatteam auslagern.

Für den Wahl-Belgier Max Nagl läuft somit erneut die Suche nach einem vielversprechenden Projekt in der Motocross-Königsklasse. Laut eigenen Angaben gibt es interessante Gespräche mit zwei Teams aus der Szene. «Ich fliege am Dienstag zur EICMA-Show nach Mailand und will dort mit Sponsoren und Partnern wieder ein gutes Paket schnüren.»


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