Clement Desalle (Suzuki) fällt bis Saisonende aus

Von Thoralf Abgarjan
Motocross-WM MXGP
Clement Desalle (25) wird die Saison wahrscheinlich nicht beenden können. Nun muss Kevin Strijbos (22) im Suzuki-Werksteam die Stellung halten

Clement Desalle (25) wird die Saison wahrscheinlich nicht beenden können. Nun muss Kevin Strijbos (22) im Suzuki-Werksteam die Stellung halten

Bereits in Italien hatte sich Desalle einen Kahnbeinbruch zugezogen, der zunächst unentdeckt geblieben war und mit dem er sogar den Deutschland-GP gewann. Desalle geriet in Trainingsrückstand und nimmt sich eine Auszeit.

Die Rückkehr von Clement Desalle in die WM begann mit einem Crash beim Qualifikationsrennen am Samstag, bei dem Steven Frossard die Linie des Belgiers kreuzte und beide Piloten stürzten.

Die Szene wiederholte sich fast identisch am Sonntag in MXGP-Lauf 2. Diesmal von Frossard abgeschossen: Max Nagl, der sich ebenfalls über Frossards Aktion verwundert zeigte

Desalle zog sich bei diesem Crash keine weitere Verletzung zu. In Lauf 1 von Loket führte der Rückkehrer dann sogar drei Runden lang, wurde aber dann bis auf Rang 7 durchgereicht.

Am Start zu Lauf 2 erschien der Suzuki-Werksfahrer nicht mehr. Was war geschehen?

Das Team entschied nach einem Meeting, dass es besser ist, die in Maggiora zugezogene Verletzung ausheilen zu lassen. Es hatte sich im Nachinein herausgestellt, dass das linke Kahnbein angebrochen war.

«Ich brauche eine Auszeit, damit sich das  angeschlagene Handgelenk stabilisiert», erklärt der Belgier und fährt fort: «Es gibt verschiedene Wege zur Heilung eines Kahnbeinbruchs, aber ich möchte einen operativen Eingriff vermeiden. Es hat sich nun erst herausgestellt, dass ich nach dem Crash in Maggiora doch einen Bruch hatte, der zuvor in den Scans unentdeckt geblieben war. Ich bin trotzdem gefahren und habe eine Woche später in Deutschland sogar gewonnen.»

Trotzdem litt Desalle weiterhin unter Schmerzen und ließ sich erneut untersuchen: «Nach dem Rennen in Teutschenthal habe ich mich einer weiteren Untersuchung unterzogen. Dabei wurde der Bruch entdeckt. Ich konnte kaum glauben, dass ich mit einem Bruch im Handgelenk überhaupt fahren konnte. Der nächste große Crash folgte in Schweden. Seit dem Rennen in Italien hatte mein Handgelenk derart geschmerzt, dass ich danach kaum noch trainieren konnte.»

Dann kam die Rückkehr in Loket mit der «Welcome-Back-Message» von Frossard im Rambo-Stil, Führung in Lauf 1 und danach Leistungseinbruch. So wollte Desalle die Saison nicht beenden.

Desalle resümiert: «Im ersten Lauf habe ich gemerkt, dass meine Kondition nicht ausreichte. Ich werde nun nicht weiter antreten und die Verletzung ausheilen lassen. Ich weiss noch nicht, wie lange es dauern wird, aber im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass ich diese Saison fortsetzen und beenden werde.»

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