MX-Gespann-WM: Dopingsperre für Lauris Daiders

Von Axel Koenigsbeck
Motocross-Gespann-WM
Lauris Daiders wurden von der FIM überführt

Lauris Daiders wurden von der FIM überführt

Es hat einige Zeit gedauert, bis die FIM in der Doping-Sache Lauris Daiders zu einer Entscheidung kam. Nun ist die Sidecar-Szene gespannt, ob der DMSB dem Urteil folgt.

Jetzt ist es amtlich: Lauris Daiders wird für 2014 gesperrt, die WM-Punkte des Teams aus den Grands Prix von Straßbessenbach, Kegums und Roggenburg werden aberkannt. Damit fällt das Brüderpaar in der WM-Endwertung 2013 auf den fünften Platz zurück, Vaclav und Marek Rozehnal dürfen nun die Startnummer 4 an ihr Gespann anbringen. Für die folgenden Teams Stuart Brown/Josh Chamberlain, Maris Rupeiks/Haralds Kurpnieks und Andreas Bürgler/Martin Betschart ändert sich nach Neuberechnung des Tabellenstandes jedoch nichts.

So gesehen hält sich der Schaden auch für den mithaftenden Fahrer Janis Daiders in Grenzen, zumal das Team 2014 ohnehin nicht auf internationaler Ebene anzutreten gedenkt. Doch es könnte dicker kommen. Denn die Daiders-Brüder stellten ihren dritten DM-Titel erst beim Finale in Geisleden sicher – und das fand eine Woche nach dem WM-Lauf in Straßbessenbach statt, bei dem Lauris positiv auf Clenbuterol getestet wurde. Durchaus gibt es zur Vermutung Anlass, dass sich der DMSB dem Urteil der FIM anschließen und die DM-Punkte von Geisleden aberkennen könnte. Dies schon, um die Rechtsauffassung des internationalen Dachverbandes nicht zu konterkarieren. Damit würden die Deutschen Meister Andreas Bürgler/Martin Betschart heißen.

Lauris Daiders gab laut FIM-Publikation in der Befragung zu Protokoll, dass er das Clenbuterol möglicherweise mit Nahrungsergänzungsmitteln aufgenommen hat. Auch wenn man dem Letten einräumt, dass dies ohne Absicht geschah, zeigt der Fall doch, wie zurückhaltend Hochleistungssportler im Umgang mit solchen Präparaten, aber auch mit verschiedenen Medikamenten sein müssen, um ein derartiges Desaster zu vermeiden. Im Seitenwagencross gehören Dopingkontrollen schon lange genauso zum Standard wie die Phonmessungen nach dem Rennen.

Aber es wäre nur wünschenswert, wenn die FIM ihre Entscheidungen grundsätzlich zeitnah fällen würde. Schließlich haben alle betroffenen Akteure darauf schon deshalb einen Anspruch, weil für die folgende Saison Sponsorensuche, Nennungen etc. direkt damit verknüpft sind. Ein Verband, der von seinen Lizenznehmern regelkonformes Verhalten einfordert, muss selbst uneingeschränkt professionell handeln. Neun Monate Entscheidungsfindung erscheinen da dilettantisch. Der korrigierte WM-Stand soll in Kürze auf www.fim-live.com veröffentlicht werden.

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