Die WM ist ein hartes Pflaster

Von Max Zahner
Motocross-WM
Marco Boller und Simon Wälti

Marco Boller und Simon Wälti

Das Schweizer Motocross-Seitenwagen-Team Marco Boller/Simon Wälti will 2013 in der Deutschen und der Weltmeisterschaft durchstarten.
Es gibt sie noch in der einstigen Motocross-Seitenwagen-Hochburg Schweiz: junge, hoffnungsvolle Fahrer. Dieses Jahr machten in der Dreirad-Szene Fahrer Marco Boller (Maur/ZH, 22-jährig) und Beifahrer Simon Wälti (Ermatingen/TG, 24) als junges Team positiv auf sich aufmerksam. Ihr Steigerungslauf verdient Respekt. Nach einem schwierigen Saisonbeginn mit grossem Trainingsrückstand wegen des Militärdienstes von Boller und technischen Problemen sorgten sie beim WM-Lauf in Roggenburg für ein Highlight. Dass der Weg nach vorne noch weit und steinig ist, wissen sie jedoch spätestens seit ihrem jüngsten Sturz. 

Marco, wie wart ihr zufrieden beim Schweizer WM-Lauf in Roggenburg?
Bisher waren wir in der WM-Qualifikation nicht konstant, und es fehlte an Speed. Darum war Roggenburg ein gelungenes Wochenende. Wir konnten uns mit Rang 7 in der Qualifikation problemlos ins Startfeld hieven und im ersten Lauf am Schluss sogar noch zusetzen und einen WM-Punkt holen. Schade war, dass ein Stein im zweiten Lauf mir die Nase brach und wir aufgeben mussten. Sonst hätten wir gute Chancen auf weitere Punkte gehabt.

Was für Eindrücke habt ihr vom WM-Event mitgenommen?
Der Speed war für uns ungewohnt. Auch die Renndistanz war eine ziemliche Herausforderung. Wir sind uns Läufe über 20 Minuten gewohnt, die WM-Läufe gehen fast über die doppelte Distanz. Doch mit einer guten Kondition sollten Top-15-Plätze möglich sein.

Wo habt ihr Verbesserungspotenzial?
Bei den Sprüngen müssen wir noch dazulernen, und für schnelle Spuren fehlt mir noch die Routine. Und an der Kondition müssen wir auch arbeiten.

Wie sieht es mit dem Material aus?
Das ist top, wir können uns nicht beklagen. Wir fahren den gleichen Motor und Rahmen wie der Weltmeister. Daniel Willemsen hat sicher ein paar PS mehr und natürlich eine riesige Erfahrung. Er hat uns in Roggenburg sogar mit wertvollen Tipps bei der Fahrwerkseinstellung geholfen.

Wie seid ihr zum Motocross gekommen?
Ich durch meinen Vater und Onkel. Beide sind ebenfalls Motocross gefahren. Ich begann mit 18 Jahren. Simons Vater war ein starker Fahrer im Amateur-Verband. Er stieg mit 14 Jahren bei Oldtimer-Rennen zu ihm ins Boot.

Wie ist der jüngste Sturz passiert?
Bei einem nationalen Rennen blockierte das Vorderrad, und wir überschlugen uns. Nun muss ich zuerst die ausgekugelte Schulter – hoffentlich ohne Operation – auskurieren. Eigentlich wären wir noch gerne zwei Amateur-Europameisterschaftsläufe gefahren.

Nun konzentrieren wir uns halt bereits jetzt schon auf 2013, wo wir in der Deutschen Meisterschaft und in der Weltmeisterschaft antreten werden. Es wäre ein Hit, wenn wir in Frauenfeld und Roggenburg gleich zweimal vor einheimischem Publikum bei der Weltmeisterschaft antreten könnten.

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