Wechselland: Mayr-Melnhof setzte sich die Krone auf

Von Toni Hoffmann
ORM
Niki Mayr-Melnhof hoft seinen ersten ORM-Titel

Niki Mayr-Melnhof hoft seinen ersten ORM-Titel

Mit seinem vierten Saisonsieg bei der OBM Wechselland Rallye holte der 39-jährige Steirer vorzeitig seinen ersten und hverdienten Staatsmeistertitel, der 13-fache Rekordchampion Raimund Baumschlager schied vorzeitig aus.

Zum insgesamt 25. Mal ging die Wechselland Rallye an diesem Wochenende über die Bühne. Der Stengg Motorsport Fanclub als Veranstalter durfte sich über 44 Starter aus insgesamt sechs Nationen freuen, während das Wetter jedoch besonders am zweiten Tag mit teils strömendem Regen und immer wiederkehrenden Gewittern die gute Laune etwas trübte. Trotz der widrigen Bedingungen säumten aber Tausende interessierte Zuschauer die Strecken und jubelten den Protagonisten zu.

Alles bei der 25. OBM Wechselland Rallye stand im Zeichen der möglichen vorzeitigen Staatsmeistertitel-Vergabe. Diesen Matchball nutzte Niki Mayr-Melnhof, der in Pinggau seinen vierten Saisonsieg feiern konnte und sich somit hochverdient schon vor dem letzten Lauf Ende September in Melk die Krone aufsetzte. Mit Copilot Poldi Welsersheimb hatte der eigentlich aus dem Rundstreckensport kommende 39-jährige Steirer einen kongenialen Partner im Cockpit seines Ford Fiesta R5 sitzen. Das erste nationale Rallye-Championat strahlt für Mayr-Melnhof umso heller, weil er eigentlich erst im Jahr 2015 im Waldviertel seine erste Rallye und ein Jahr später seiner erste ganze Rallye-Saison bestritten hat.

Im Wechselland hatte der neue Meister mit seinem Vorgänger Raimund Baumschlager lange Zeit den einzigen ernst zu nehmenden Gegner. Als dieser seinen Skoda Fabia R5 nach zehn Sonderprüfungen mit einem Differenzialschaden aufladen musste, war eigentlich alles klar.

Mit Mayr-Melnhof teilten sich in Pinggau die Oberösterreicher Johannes Keferböck (Skoda Fabia R5) und Gerhard Aigner (Skoda Fabia R5) das Podium. Wobei sich dieses besonders Aigner noch mit einem Kraftakt sicherte. Auf der letzten Sonderprüfung in Haideggendorf holte er den stark fahrenden Steirer Gernot Zeiringer (Skoda Fabia S2000) noch um 1,5 Sekunden vom dritten Platz.

Niki Mayr-Melnhof: «Ich bin überglücklich, dass der Traum vom Staatsmeistertitel wahr geworden ist. Da gebührt dem ganzen Team vom Copiloten Poldi Welsersheimb über die Mechaniker-Crew bis hin natürlich zum Teamchef Beppo Harrach einfach nur ein riesengroßer Dank. Sehr leid tut mir das Malheur vom Raimund. Wir wollten ihn unbedingt auf der Strecke besiegen, das war ein irrsinnig guter Fight bis zu seinem Ausfall. Wir haben gepusht bis zum letzten Meter, einfach super!»

Johannes Keferböck: «Bei uns ist alles perfekt gelaufen. Gestern sind wir zeitweise mit Raimund mitgefahren. Heute haben wir es von der Früh an taktisch angelegt. Die Performance hat gestimmt. Wir sind mega happy und freuen uns auf das Finale in Melk, wo es noch um den Vizemeistertitel geht.»

Gerhard Aigner: „«Die Umstellung vom Ford WRC auf den Skoda R5 war schwieriger als erwartet. Aber trotz einigen Problemen ich bin mit jedem Meter der Rallye besser mit dem Auto zurecht gekommen. Dass es sich am Schluss sogar noch aufs Podest ausgegangen ist, bedeutet ein absolut versöhnliches Ende.»

In der 2WD-Staatsmeisterschaft bekamen die wetterfesten Fans ein wahres Spektakel zu sehen. In einem tollen Duell setzte sich am Ende Opel-Adam-Pilot Luca Waldherr hauchdünn um 3,8 Sekunden gegen seinen Markenkollegen Willi Stengg durch. Damit und auch weil Mitkonkurrent Laszlo Klausz aus Ungarn vorzeitig aufgeben musste, entspinnt sich beim Saisonfinale ein hochdramatischer Dreikampf um den Titel, in den auch der diesmal Drittplatzierte Christoph Zellhofer (Suzuki Swift S1600) noch chancenreich involviert ist. Die Ausgangslage könnte dramatischer nicht sein. Waldherr führt mit 91 Punkten vor Zellhofer mit 90 und Stengg mit 88 Zählern.

OBM Wechselland Rallye 2018, Endstand nach 16 Sonderprüfungen:

1. Mayr-Melnhof/Welsersheimb (A), Ford Fiesta R5, 1:36:30,9 h.
2. Keferböck/Minor (A), Skoda Fabia R5, +
3:56,4 min.
3.
Aigner/Hübler (A), Skoda Fabia R5, + 9:03,6
4. Zeiringer/Stampfl (A), Skoda Fabia S2000, + 9:05,1
5.
Waldherr/Unterweger (A), Opel Adam R2, + 9:21,3
6. Stengg/Unterweger (A), Opel Adam R2,+ 9:25,2
7. Maselli/Gallesi (I), Abarth 124 Rally, + 14:02,9
8. Zellhofer/Thomas Schöpf (A/D), Suzuki 1600, + 14:29,6
9.
Kainer/Claudia Dorfbauer (A), Opel Corsa, + 15:18,4
10. Retzer/Lisa Holzer (D/A), Honda Civic, + 18:28,8

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