Letzte Chance: Der Kampf um fünf Superbike-WM-Plätze

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Promoter Dorna plant für die Superbike-WM 2017 mit 24 Fahrern, 19 Plätze sind fix besetzt. SPEEDWEEK.com erklärt, welche Teams und Fahrer für die letzten fünf in Frage kommen.

Nicht jeder, der Superbike-WM fahren möchte, darf dies auch. WM-Vermarkter Dorna ist in der glücklichen Situation, dass es mehr Interessenten als Plätze gibt. Für 2017 wurde für 24 Fahrer budgetiert, nur diese erhalten Zuschüsse in sechsstelliger Höhe für die vier teuren Überseerennen. Die Dorna will Klasse statt Masse, Hinterbänkler-Teams und zu langsame Fahrer sollen in Meisterschaften starten, die ihrem Leistungsniveau entsprechen.

Von den fünf offenen Plätzen gehen sicher zwei an IodaRacing Aprilia und je mindestens einer an Pedercini Kawasaki und Barni Ducati. Es gibt also noch maximal einen offenen Platz.

Außer die Dorna entscheidet kurzfristig, das Budget von 24 auf 25 oder 26 Fahrer zu erhöhen. Oder ein Team wird akzeptiert, bekommt aber keine Zuschüsse. Die Zahl 24 ist nicht in Stein gemeißelt.

IodaRacing macht mit Aprilia weiter und möchte Ex-Weltmeister Sylvain Guintoli als Nummer 1. Für den zweiten Platz haben Alex De Angelis und Davide Giugliano beste Aussichten. Während De Angelis Unterstützung vom Tourismusverband San Marino genießt, ist Giugliano vom Gehalt als Ducati-Werksfahrer verwöhnt. Im Zweifel wird Teamchef Giampiero Sacchi den Fahrer mit der höheren Mitgift nehmen.

Barni Ducati will mit Javier Fores weitermachen, Saeed Al Sulaiti versucht sich mit Sponsorengeld des katarischen Verbands QMMF und von Ducati Katar einzukaufen. Teamchef Marco Barnabó ruft um die 800.000 Euro auf.

Pedercini Kawasaki wurde von der Dorna geraten, nur noch ein werksnahes Motorrad zum Einsatz zu bringen und auf einen zweiten Bezahlfahrer zu verzichten. Da Al Sulaiti zu Barni Ducati will, hat sich dieses Thema ohnehin erledigt. Nach der Absage von Leon Haslam macht sich der Australier Anthony West wieder berechtigte Hoffnungen auf das Pedercini-Bike.

Mit Puccetti Kawasaki (Randy Krummenacher) und Guandalini Yamaha (Riccardo Russo) sind zwei neue Teams bestätigt, wenn noch Aruba Ducati mit Leandro Mercado kommt, werden drei Plätze benötigt. Dann sind für Toth Yamaha alle Türen zu.

Das ungarische Toth-Team greift nach dem letzten Strohhalm. Mit Yamaha wird über besseres Material verhandelt, es gibt Gespräche mit Piloten wie Joshua Brookes und De Angelis. Die diesjährigen Fahrer Imre Toth junior und Peter Sebestyen werden von der Dorna nicht mehr akzeptiert. Selbst wenn Toth alle Vorhaben umsetzen kann ist fraglich, ob das Team akzeptiert wird.

Fixe Fahrer Superbike-WM 2017:

Kawasaki: Tom Sykes (GB), Jonathan Rea (GB)
Honda: Nicky Hayden (USA), Stefan Bradl (D)
Pata Yamaha: Alex Lowes (GB), Michael van der Mark (NL)
Milwaukee Aprilia: Eugene Laverty (IRL), Lorenzo Savadori (I)
Althea BMW: Markus Reiterberger (D), Jordi Torres (E)
Aruba.it Ducati: Chaz Davies (GB), Marco Melandri (I)
MV Agusta: Leon Camier (GB)
Grillini Kawasaki: Ayrton Badovini (I), Ondrej Jezek (CZ)
GoEleven Kawasaki: Roman Ramos (E)
Puccetti Kawasaki: Randy Krummenacher (CH)
Guandalini Yamaha: Riccardo Russo (I)
VFT Ducati: Fabio Menghi (I)

Noch offen:

IodaRacing Aprilia: Guintoli?, De Angelis?, Giugliano?
Barni Ducati: Fores?, Al Sulaiti?
Pedercini Kawasaki: West? De Angelis?
Aruba Ducati?: Mercado?
Toth Yamaha?: Brookes? De Angelis?

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