Wie Marco Melandri mit Ducati seinen eigenen Weg geht

Von Gordon Ritchie
Superbike-WM
Marco Melandri

Marco Melandri

Wenn bei Marco Melandri alles passt, dann ist er sehr schnell. Bei den Testfahrten auf dem Circuito de Jerez bereitet er sich akribisch auf seine Rückkehr in die Superbike-WM vor – mit Erfolg.

«Das war ein sehr guter Test», grinste Marco Melandri. «Der Mittwoch war schwierig für mich, da versuchte ich gleiche Einstellungen wie Chaz Davies zu verwenden, aber das funktioniert für mich nicht. Am Donnerstag haben wir den ganzen Tag daran gearbeitet, die Motorbremse und die Leistungsentfaltung richtig einzustellen. Zum Schluss haben wir dann noch die Übersetzung geändert – und es war perfekt.»

In 1:39,694 min verlor Melandri mit einem Qualifyer-Reifen eine halbe Sekunde auf Teamkollege Davies und eine Sekunde auf Überflieger Jonathan Rea (Kawasaki), der als Schnellster auch alle 14 MotoGP-Piloten hinter sich ließ!

Am Freitag wird es keine Zeitverbesserungen geben, im Südzipfel Spaniens kündigt sich teilweise Starkregen an. Bis auf Ducati, Kawasaki und MV Agusta sind ohnehin bereits alle Superbike-Teams abgereist.

Für Melandri kein Beinbruch, mit dem bislang Erreichten ist er zufrieden. «Nur wenn ich mit neuen Reifen rausfuhr, hatte ich Probleme mit der Traktionskontrolle», meinte der 250er-Weltmeister von 2002. «Mein Elektronik-Ingenieur ist neu, wir müssen uns erst aufeinander einspielen und eine gute Balance finden, wie wir die Traktionskontrolle für gebrauchte und neue Reifen einstellen. Ich strauchle auch nur am Kurvenausgang, wenn ich ans Gas gehe. Am Kurveneingang ist es okay. Aus diesen Gründen bin ich wenig mit neuen Reifen gefahren. Longruns fuhr ich auch keine, darum kümmere ich mich im Januar.»

Neue Teile hat Ducati in Jerez keine dabei, «für uns geht es um die Bestätigung der Erkenntnisse des Aragón-Tests», so Melandri. «Dort hatten wir neue Chassis-Komponenten.»

Dafür muss sich der 34-Jährige wieder an die Stahlbremsen gewöhnen, in MotoGP hatte er zuletzt Karbonbremsscheiben. «Diese sind nicht leicht auf Temperatur zu bringen», verdeutlichte Melandri SPEEDWEEK.com. «Wenn sie mal heiß sind, sind sie okay. Karbon fühlt sich kaum anders an, mit den Stahlbremsscheiben wurden große Fortschritte erzielt. Als ich vor zwei Jahren Superbike fuhr, begannen wir schon größere und dickere Bremsscheiben zu benützen, heute sind sie noch größer. Dadurch ist die Bremskonstanz gestiegen.»

Zeiten Testfahrten Jerez:

Donnerstag (24.11.):

1. Jonathan Rea*, Kawasaki, 1:38,721 min
2. Álvaro Bautista, Ducati, 1:38,946
3. Chaz Davies*, Ducati, 1:39,116
4. Loris Baz, Ducati, 1:39,184
5. Tom Sykes*, Kawasaki, 1:39,461
6. Héctor Barberá, Ducati, 1:39,542
7. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:39,675
8. Marco Melandri*, Ducati, 1:39,694
9. Danilo Petrucci, Ducati, 1:39,766
10. Karel Abraham, Ducati, 1:39,776
11. Michele Pirro, Ducati, 1:39,887
12. Scott Redding, Ducati, 1:39,985
13. Alex Lowes*, Yamaha, 1:40,142
14. Jack Miller, Honda, 1:40,307
15. Mika Kallio, KTM, 1:40,505
16. Leon Camier*, MV Agusta, 1:40,693
17. Takuya Tsuda, Suzuki, 1:40,942
18. Hiroshi Aoyama, Honda, 1:41,003
19. Michael van der Mark*, Yamaha, 1:41,328
20. Bradley Smith, KTM, 1:41,621
21. Sam Lowes, Aprilia, 1:42,312
* = Superbike-WM-Fahrer

Mittwoch (23.11.):

1. Héctor Barberá, Ducati, 1:39,614 min
2. Jonathan Rea*, Kawasaki, 1:39,739
3. Loris Baz, Ducati, 1:39,806
4. Alvaró Bautista, Ducati, 1:39,862
5. Scott Redding, Ducati, 1:40,085
6. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:40,086
7. Michele Pirro, Ducati, 1:40,092
8. Andrea Iannone, 1:40,149
9. Jack Miller, Honda, 1:40,340
10. Chaz Davies*, Ducati, 1:40,409
11. Danilo Petrucci, Ducati, 1;40,432
12. Karel Abraham, Ducati, 1:40,484
13. Tom Sykes*, Kawasaki, 1:41,023
14. Alex Lowes*, Yamaha, 1:40,985
15. Lorenzo Savadori*, Aprilia, 1:41,048
16. Marco Melandri*, Ducati, 1:41,288
17. Leon Camier*, MV Agusta, 1:41,486
18. Eugene Laverty*, Aprilia, 1:41,692
19. Michael van der Mark*, Yamaha, 1:41,830
20. Mika Kallio, KTM, 1:41,889
21. Takuya Tsuda, Suzuki, 1:42,003
22. Bradley Smith, KTM, 1:42,362
23. Hiroshi Aoyama, Honda, 1:42,531
24. Sam Lowes, Aprilia, 1:43,021
* = Superbike-WM-Fahrer

Dienstag (22.11.):

1. Jonathan Rea (Kawasaki) 1’40.8 min
2. Tom Sykes (Kawasaki) 1’41.8
3. Lorenzo Savadori (Milwaukee Aprilia) 1’42.3
4. Stefan Bradl (Honda) 1’42.5
5. Jordi Torres (Althea BMW) 1’42.8
6. Eugene Laverty (Milwaukee Aprilia) 1’43.1
7. Markus Reiterberger (Althea BMW) 1’43.5
8. Jérémy Guarnoni (Pedercini Kawasaki STK1000) 1’44.1
9. Marco Faccani (Althea BMW STK1000) 1’44.5
10. Patrick Jacobsen (MV Agusta WSS) 1’45.1
11. Alessandro Zaccone (MV Agusta WSS) 1’45.2
12. Ayrton Badovini (Grillini Kawasaki) 1’55.0 – morgens
13. Ondrej Jezek (Grillini Kawasaki) 1’56.0 – morgens

Montag (21.11.):

1. Eugene Laverty (Milwaukee Aprilia) 1’54.0 min
2. Lorenzo Savadori (Milwaukee Aprilia) 1’54.5
3. Ayrton Badovini (Grillini Kawasaki) 1’55.0
4. Stefan Bradl (Honda) 1’55.7
5. Jordi Torres (Althea BMW) 1’56.1
6. Ondrej Jezek (Grillini Kawasaki) 1’57,0
7. Marco Faccani (Althea BMW STK1000) 1’57.1
8. Andrea Zaccone (MV Agusta WSS) 1’57.8
9. Massimo Roccoli (MV Agusta WSS) 1’57.9
10. Markus Reiterberger (Althea BMW) 1’58.1
11. Jérémy Guarnoni (Pedercini Kawasaki STK1000) 2’02.01

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