Ducatis V4-Superbike schon 2018 in Rennen zu sehen

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Dass Ducati in der Superbike-WM 2019 von Zwei- auf Vierzylinder-Motoren umsteigt, ist bekannt. Nun verkündete Geschäftsführer Claudio Domenicali, wann die neue Maschine zum ersten Mal hergezeigt wird.

Ducati-Boss Claudio Domenicali bestätigte am 20. Januar 2016 offiziell, dass Ducati an einem V4-Superbike arbeitet. «Unsere Motorenentwicklung für MotoGP ist außergewöhnlich», weiß der gewiefte Italiener. «Der Motor ist sehr zuverlässig, leicht und kompakt. Er ist ein Meisterwerk der Technik, wir werden ihn unseren Stammkunden anbieten. Es wird kein exotisches Bike wie die Desmosedici, aber ein High-End-Sportmotorrad. Wir müssen es unseren Kunden zu einem vernünftigen Preis anbieten, wenn auch im Premium-Segment.»

Um in der Superbike-WM eingesetzt werden zu dürfen, muss das Motorrad unter 40.000 Euro kosten. Da dieser Kostendeckel für 2018 voraussichtlich gesenkt wird, ist von einem Preis von gut 30.000 Euro auszugehen.

Vergangenes Wochenende weilte Domenicali bei der Superbike-WM in Laguna Seca, in deren Rahmen wurde die 1299 Panigale R Final Edition vorgestellt, das letzte Zweizylinder-Superbike.

Domenicali gewährte einen Ausblick: «Unsere Zukunft im Sport und auch der Superbike-WM ist eine V4-Maschine, abgeleitet von unserem MotoGP-Bike. Wir werden das Motorrad im November auf der EICMA vorstellen. Seid bereit, das wird spektakulär. Das Motorrad wird für Kunden ab 2018 erhältlich sein. Wie immer bei Ducati werden wir es ein Jahr lang entwickeln, bevor wir es in der Superbike-WM einsetzen, dort kommt sie 2019. Nächstes Jahr fahren wir noch einmal mit der 1199 Panigale R.»

Ob die V4 nächste Saison in nationalen Meisterschaften oder der Superstock-1000-EM zum Einsatz kommt, behielt Domenicali für sich. Es entspräche der gängigen Praxis von Ducati.

Ernesto Marinelli, Superbike-Direktor von Ducati, hegt keinerlei Zweifel, dass das Vierzylinder-Motorrad eine echte Tochter Bolognas wird. «Wir werden nicht das gleiche Motorrad wie alle anderen mit diesem Motorenkonzept bauen», unterstrich der 44-Jährige gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wir werden eine Ducati bauen. Das Motorrad wird leichter und kraftvoller sein und einen speziellen Charakter haben, eine echte Ducati.»

«Wir müssen Kunden die Türe öffnen, die heute nicht unsere sind», verdeutlichte der großgewachsene Italiener. «Dafür musst du für jeden das passende Motorrad haben. Als Premium-Marke wie Ducati musst du etwas machen, das sonst niemand tut. Das ist unser Geist, den wir mit jedem Modell verfolgen. Wir wollen in vielen Bereichen vor den Mitbewerbern liegen. Nicht nur technisch, sondern auch mit der Leidenschaft, die einem ein Motorrad vermittelt.»

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