Ernüchterung: Keine Yamaha-Werksbikes für Guandalini

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
«Die neuen Regeln werden dafür sorgen, dass Privatteams näher an den Werksmaschinen dran sind», sagt Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli. Was das für das Superbike-WM-Team Guandalini bedeutet.

2001 gründete Mirco Guandalini sein Team und war seitdem in der Italienischen Meisterschaft, dem Superstock-1000-Cup sowie der Superbike-WM am Start. Auf der Weltbühne konnte sich Guandalini nie als Topteam etablieren, mit Matteo Baiocco, Jakub Smrz oder dem heutigen Sportdirektor der Superbike-WM, Gregorio Lavilla, hatten sie zumindest einige namhafte Piloten unter Vertrag.

In der Superbike-WM 2017 trat Guandalini mit Yamaha und verschiedenen Piloten an. Der Italiener Riccardo Russo ergriff die Flucht, weil die R1 seiner Meinung nicht konkurrenzfähig war. Auch sein Ersatz Jakub Smrz erreichte in Laguna Seca und auf dem Lausitzring keine besseren Ergebnisse.

Aufwärts ging es erst mit Alessandro Andreozzi, der ab Portimão bei Guandalini fuhr. Der 26-Jährige überraschte mit guten Trainingsergebnissen und näherte sich in den Rennen den Top-10. Sein bestes Finish ist der zwölfte Rang im zweiten Lauf in Portugal.

Für die Superbike-WM 2018 träumte Guandalini davon, dasselbe Material wie das Pata-Yamaha-Werksteam zu erhalten und kommunizierte dies an verschiedenen Stellen auch so. Die Realität sieht anders aus.

«Die Erwartungen der Menschen sind manchmal etwas von der Realität entfernt», sagte Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli gegenüber SPEEDWEEK.com. «An Guandalinis Teamstatus wird sich gegenüber 2017 nichts ändern, sie sind ein Privatteam ohne offizielle Unterstützung von uns. Mit Ausnahme der durch die neuen Regeln vorgeschriebenen Teile für den Motor und das Chassis sowie die Elektronik. Die neuen Regeln werden dafür sorgen, dass Privatteams näher an den Werksmaschinen dran sind.»

Guandalini hat seinen Fahrer für 2018 noch nicht verkündet, alles deutet auf den Tschechen Ondrej Jezek hin. «Wir sind auf einem guten Weg», bestätigte der 28-Jährige, der 2017 seine erste Saison Superbike-WM fuhr. «Ondra» schlug sich achtbar, brauste für das Hinterbänklerteam Grillini Kawasaki achtmal in die Top-15 und holte 22 WM-Punkte – nur vier weniger als sein viel höher gehandelter Teamkollege Ayrton Badovini.


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