Michael vd Mark: «Niemand wollte ein TV-Interview»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Michael van der Mark war von der Reaktion niederländischer Medien enttäuscht

Michael van der Mark war von der Reaktion niederländischer Medien enttäuscht

Zuerst war Donington-Doppelsieger von den Reaktionen seines Erfolgs überwältigt, später musste der Pata-Yamaha-Werkspilot seinen Eindruck etwas korrigieren.

In Donington fuhr sich Michael van der Mark in den erlauchten Kreis derjenigen Piloten, die in der Superbike-WM 2018 einen Laufsieg einfahren konnten. Bis dahin konnten nur die Werkspiloten von Kawasaki und Ducati Rennen gewinnen. Die Siege des Yamaha-Asses sind geschichtsträchtig: Es waren die ersten eines Niederländers und die ersten der aktuellen R1 in der seriennahen Weltmeisterschaft.

Am ersten Trainingstag in Brünn reihte sich van der Mark als Siebter ein – an seinem erfolgreichsten Rennwochenende in Donington war er auch nur Sechster. SPEEDWEEK.com unterhielt sich mit dem 25-Jährigen, was sich für ihn als Superbike-Laufsieger geändert hat.

Michael, inwiefern hat dein Doppelsieg in Donington deine Erwartungen an dich selbst verändert?

Ich wollte schon immer Rennen gewinnen und zum Glück haben wir das endlich geschafft. Zuerst sollte man aber in der Lage sein, an jedem Rennwochenende um Podiumsplätze zu kämpfen. Nach Donington habe ich mich etwas entspannt. Auf jeden Fall habe ich nach dem Doppelsieg Lust auf mehr Siege bekommen.

Welche Reaktionen gab es in deiner Heimat, gab es mehr Interesse an der Superbike-WM?

Nach dem ersten Rennen war es erstaunlich zu sehen, was sich vor allem im Internet auf diversen Websites tat. Nach dem zweiten Sieg steigerte sich das noch einmal. Das war wirklich schön zu sehen und auch in einigen Zeitungen wurde darüber berichtet, was sonst nicht der Fall ist. Ich bin dankbar, dass man über mich geschrieben hat. Generell würde es mich aber freuen, wenn ich häufiger News lesen könnte. Das geht aber wohl nur, wenn man mehr Siege einfährt.

Bekamst du keine Anfragen von TV-Sendern?

Das ist leicht zu beantworten: Keine einzige!

Kommen wir zum Geschehen hier in Brünn. Du hast 0,575 sec Rückstand auf Rea.

Wir haben in Brünn getestet und der Test lief ziemlich gut. Aber damals war es ziemlich kühl und es hat geregnet. Der Test war positiv für uns, aber jetzt sind die Bedingungen total anders. Damals hatten wir ziemlich guten Grip, aber durch den Regen am Freitagmorgen war das nicht mehr so.

Wie schätzt du Yamaha in Brünn ein? Kommt das Layout dem Charakter der R1 entgegen?

Das ist nicht so einfach zu beantworten. Ich fühlte mich zwar sofort gut auf dem Bike, aber das hatten wir auf anderen Pisten in den Trainings auch schon und im Rennen lief es dann überhaupt nicht. Die schnellen Kurven sind aber in jedem Fall etwas, was ich an Brünn mag.

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