Superbike-WM

Konkurrenz für Ten Kate: Wer wird 2. Honda-Tuner?

Von Ivo Schützbach - 15.06.2018 18:33

Seit über einem Jahrzehnt ist die Firma Ten Kate Racing Partner von Honda Motor Europe in der Superbike-WM. Um andere Eindrücke zu bekommen, sollen noch diese Saison Motoren eines anderen Tuners probiert werden.

Seit Herbst 2017 verwendete Honda Motor Europe alle Ressourcen, um die Elektronik für die neue Honda Fireblade zu perfektionieren. Während das Satelliten-Team Triple-M bereits zum Saisonbeginn in Australien mit der Motorsteuerung von Magneti Marelli ausrückte, stellte Red Bull Honda erst zum Europa-Auftakt Mitte April von Cosworth- auf Marelli-Elektronik um.

«An der Elektronik gibt es nichts mehr auszusetzen, sie funktioniert einwandfrei», urteilte Hondas Nummer 1 Leon Camier nach den Rennen in Tschechien am letzten Wochenende. «Jetzt muss sich Honda darauf konzentrieren, mehr Motorleistung zu finden. Teilweise kann ich nicht einmal aus dem Windschatten heraus überholen.»

Bislang ist Ten Kate Racing für die Motorenentwicklung verantwortlich, die britische Rennschmiede Cosworth kümmert sich um die Herstellung von Spezialteilen wie etwa Nockenwellen.

Bereits letzten Herbst wurde bei Honda Motor Europe angedacht, den Horizont bei der Motorenentwicklung zu erweitern und nach über einem Jahrzehnt mit Ten Kate mit einer zusätzlichen Firma zu arbeiten. Diese wird voraussichtlich aus Italien kommen, der Name ist bislang nicht durchgesickert.

Als Versuchskaninchen wird das deutsche Triple-M-Team mit Fahrer Patrick Jacobsen dienen, wie Eigentümer Matthias Moser im Exklusiv-Interview mit SPEEDWEEK.com verriet.

Matthias, in Brünn hattet ihr einen Motorschaden: Gibt es Haltbarkeitsprobleme bei Honda?

Wir hatten kleine Probleme, aber nichts Wesentliches. Nichts, worüber wir uns Sorgen machen müssten. Wir sind ja in jedem Rennen angekommen.

Gibt es nach wie vor die Überlegung, dass ihr einen anderen Tuner als Ten Kate probiert?

Ja, das wird noch in diesem Jahr passieren. Darum kümmert sich Honda. Welche Firma sie auswählen, ist noch nicht entschieden.

Ist das ein Misstrauensvotum für Ten Kate?

Nein, wieso? Honda Motor Europe ist für die Entwicklung des Motorrads federführend zuständig, sie bezahlen ja auch Ten Kate. Da ist es nur sinnvoll, auch mal jemand anders zu probieren. Das ist alles unter der Oberherrschaft von Honda.

Wäre Honda mit allem zufrieden was Ten Kate macht, würden sie nach keinem zweiten Tuner Ausschau halten.

Das kann ich nicht kommentieren, das ist nicht mein Thema. Ich bin Triple-M Racing, nicht Ten Kate.

Seit Brünn dürft ihr mit 250/min mehr fahren: Wirkt sich das positiv aus?

Nein, wir merken keinen Unterschied. Wir hatten immer schon mit das schnellste Motorrad.

Die Honda Fireblade von Patrick Jacobsen © donnyfoto.com Die Honda Fireblade von Patrick Jacobsen Triple-M-Chef Matthias Moser © donnyfoto.com Triple-M-Chef Matthias Moser
Passende Galerie:

Brünn 2018, Sonntag

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