Superbike-WM 2019: Jede Menge arbeitssuchende Fahrer

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Marco Melandri (li.) und Tom Sykes (re.) sind auf Jobsuche

Marco Melandri (li.) und Tom Sykes (re.) sind auf Jobsuche

Von sieben diesjährigen Hersteller-Teams in der Superbike-WM haben erst drei ihre Fahrer-Duos für 2019 beisammen. Spitzenpiloten wie Marco Melandri, Tom Sykes und Eugene Laverty konkurrieren um wenige gute Plätze.

Kawasaki, Yamaha und Ducati haben ihre Werksteams für 2019 komplett und mit ihren Verpflichtungen teilweise für Überraschungen gesorgt.

Während Yamaha mit Alex Lowes und Michael van der Mark weitermacht, hat sich Kawasaki für Leon Haslam als zweiten Fahrer neben Jonathan Rea entschieden. Van der Mark, Eugene Laverty und Toprak Razgatlioglu kamen ebenfalls in Frage, Kawasaki Japan entschied sich aber für den treuen Haslam und belohnt ihn für seine Arbeit in BSB und bei den Suzuka Eight Hours.

Bei Aruba Ducati erhielt der langjährige MotoGP-Pilot Alvaro Bautista den Vorzug gegenüber Marco Melandri, Javier Fores, Michael Rinaldi und Laverty.

So kam es zur ungewöhnlichen Situation, dass die vielfachen Laufgewinner Sykes (34 Siege), Melandri (22) und Laverty (13) bislang ohne Vertrag für 2019 sind. Hinzu kommen starke Fahrer wie Fores, Lorenzo Savadori, Loris Baz, Jordi Torres, Superstock-1000-EM-Leader Markus Reiterberger und Noch-MotoGP-Pilot Scott Redding.

Sie alle spekulieren auf den freien Platz neben Leon Camier bei Red Bull Honda und auf die Plätze im Milwaukee-Team von Shaun Muir. Bei SMR ist weiter unklar, ob es mit Aprilia weitergeht oder ob zu Ducati oder BMW gewechselt wird.

Der Platz bei Althea BMW ist für viele Fahrer nur dann interessant, wenn sich der bayerische Hersteller stärker als in dieser Saison einbringt. Ob Werner Daemen mit seinem Superstock-Team alpha Racing Van Zon in die Superbike-WM aufsteigt, hängt ebenfalls vom BMW-Engagement ab.

GRT Yamaha bekommt eine dritte Werks-R1, will im Fall, dass nur ein Fahrer eingesetzt wird, aber einen Supersport-Piloten verpflichten. Beste Chancen haben WM-Leader Sandro Cortese, Weltmeister Lucas Mahias und Youngster Federico Caricasulo.

Interessant ist auch die Satelliten-Honda bei Triple-M. Das deutsche Team verfügt über das gleiche Material von Ten Kate wie die Red-Bull-Truppe, den Fahrer verpflichtet und bezahlt Honda Motor Europe.

Ob es bei MV Agusta 2019 weitergeht, ist unklar. Der Hersteller aus Varese will sich auf die Moto2-WM konzentrieren, das Superbike-Team ist finanziell nicht auf Rosen gebettet.

Buildbase-Teameigentümer Stuart Hicken möchte mit Suzuki und Bradley Ray in die Superbike-WM einsteigen, offiziell bestätigt ist das nicht. Zerschlagen haben sich die WM-Pläne von IDM-Teamchef Denis Hertrampf, nachdem Sponsor Eighty One Energy Drink trotz mündlicher Zusagen nicht einsteigt.

Überraschend schnell haben die Kawasaki-Kundenteams von Manuel Puccetti und Lucio Pedercini ihre Fahrer für 2019 verpflichtet. Puccetti verlängerte bereits im April den Vertrag mit dem türkischen Talent Toprak Razgatlioglu, Pedercini verkündete im August das Fahrerduo Yonny Hernandez und Gabriele Ruiu.

Kundenteams wie Barni Ducati, GoEleven Kawasaki, Guandalini Yamaha und Orelac Kawasaki warten mit ihren Verpflichtungen ab, was auf dem Fahrermarkt übrig bleibt.

Fixe Fahrer Superbike-WM 2019:

Aruba Ducati: Chaz Davies (GB), Alvaro Bautista (E)

Pata Yamaha: Michael van der Mark (NL), Alex Lowes (GB)

Kawasaki: Jonathan Rea (GB), Leon Haslam (GB)

Red Bull Honda: Leon Camier (GB)

Pedercini Kawasaki: Yonny Hernandez (COL), Gabriele Ruiu (I)

Kawasaki Puccetti: Toprak Razgatlioglu (TR)

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