Ron Haslam erklärt, weshalb Jonathan Rea so gut ist

Von Ivo Schützbach
Jonathan Rea hat in den letzten vier Jahren beinahe jeden wichtigen Rekord in der Superbike-WM ausradiert. 2019 hat der Nordire Leon Haslam als Teamkollege, dessen Vater Ron nahm den Weltmeister unter die Lupe.

Vier WM-Titel gelangen neben Jonathan Rea nur Carl Fogarty, doch der Nordire eroberte seine in Folge. Rea führt die Liste mit den meisten Siegen an (71), den meisten Podestplätzen und Punkten in einer Saison – und einige mehr.

Nach vier Jahren mit Ex-Weltmeister Tom Sykes als Kawasaki-Teamkollege hat Johnny Rea 2019 den Engländer Leon Haslam an seiner Seite, 2010 auf Suzuki Vizeweltmeister.

«Jonathan Rea gehört zu den Größten in der Geschichte der Superbike-WM», meint Leons Vater Ron Haslam, selbst eine schillernde Figur des Rennsports. «Er kennt das Motorrad extrem gut und verfügt neben seinen Fähigkeiten auch über die nötige Erfahrung. Wenn ich ihn mir auf der Rennstrecke anschaue, ist er nicht in speziellen Bereichen besonders gut. Er ist immer und überall sehr gut. Die meisten Fahrer haben auf jeder Strecke Abschnitte, auf denen sie schlecht sind und etwas Zeit verlieren. Bei Johnny ist das nicht der Fall, so kommt er auf seine Rundenzeiten.»

Der Engländer gegenüber SPEEDWEEK.com weiter: «Wenn du dir Johnnys Rennen ansiehst, dann fährt er den Gegnern nicht in gewissen Bereichen davon – er fährt gleichmäßig davon. Das ist seine Stärke. Die Stärke von Leon ist der Kurveneingang auf der Bremse. Das kann aber auch zum Nachteil werden, weil er zu stark bremst oder zu schnell in die Kurven einbiegt. Schon am ersten Tag auf der Kawasaki war er am Kurveneingang schneller als Johnny, das macht ihn letztlich aber nicht schneller, sondern langsamer. Weil er den Speed nicht mitnehmen kann und er dadurch am Kurvenausgang verliert. Er versuchte das Set-up von Tom Sykes und Johnny Rea, momentan liegt er irgendwo in der Mitte der beiden. Ich weiß nicht, in welche Richtung er letztlich tendieren wird.»

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