Eugene Laverty (Ducati): «Rea ist das wahre Problem»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Eugene Laverty (re.) sitzt auf einer von vier Ducati Panigale V4R

Eugene Laverty (re.) sitzt auf einer von vier Ducati Panigale V4R

2008 war das Team Go Eleven in der Superbike-WM schon einmal auf Ducati unterwegs, damals mit Fahrer Max Biaggi. Teammanager Denis Sacchetti hebt hervor, welche Vorteile der Hersteller aus Borgo Panigale bietet.

Go Eleven eroberte in der Weltmeisterschaft 2008 unter dem Namen Sterilgarda Ducati mit Max Biaggi sieben Podestplätze und Gesamtrang 7. 2011 wechselte das Team von Gianni Ramello zu Kawasaki und war erst in der Supersport- und die letzten vier Jahre auch in der Superbike-WM am Start. Mit Roman Ramos sprangen aber nur die Gesamtränge 15, 15, 12 und 16 heraus.

Das Team übte nie Kritik an den Leistungen des Spaniers, aber sehr wohl an Kawasaki. Für 2019 wurde deshalb lange und intensiv über einen Markenwechsel nachgedacht, Mitte November einigte sich Go Eleven mit Ducati. Der Hersteller aus Bologna bestand vor der Vertragsunterzeichnung darauf, den Fahrer aussuchen zu dürfen. Ducati wollte sicherstellen, dass ein Spitzenpilot auf der neuen Panigale V4R sitzen wird, von denen wir kommende Saison vier im Startfeld haben: Chaz Davies und Alvaro Bautista im Aruba-Werksteam, Michael Ruben Rinaldi bei Barni und den 13-fachen Laufsieger und ehemaligen Vizeweltmeister Eugene Laverty bei Go Eleven.

«Eugene ist einer der besten Fahrer der Welt und außerdem ein Freund», erklärte Ducatis Sportdirektor Paolo Ciabatti die Verpflichtung des Nordiren. «Wir sind sehr aufgeregt, dass er eine Ducati fahren wird.»

«Die Werks-Kawasaki ist nach wie vor das beste Motorrad», meinte Teameigentümer Ramello zum langjährigen Partner. «Ducati wird aber alles unternehmen, um sie zu schlagen. Wir konnten Roman Ramos als Fahrer nicht behalten, wir müssen an das Team denken.»

Teammanager Denis Sacchetti ergänzte: «Dass wir jetzt Ducati fahren, ist ein wahrgewordener Traum. Ducati verfolgt gegenüber Privatteams eine andere Politik als alle anderen Hersteller. Sie werden uns fast das identische Bike geben wie dem Werksteam. Würde ich sagen, dass es nicht unser Ziel ist konstant an der Spitze zu fahren, dann wäre ich nicht ehrlich. Wir wissen, dass das nicht einfach wird – aber mit diesem Ziel müssen wir in die Saison gehen. Wenn wir ein paar Podestplätze und Siege einfahren und die Wertung der Privatteams gewinnen, dann bin ich glücklich. Eugene ist ein erstaunlicher Fahrer, er gehört zu den wenigen, die Johnny Rea schlagen können. Dafür wollen wir ihn in die bestmögliche Ausgangslage bringen.»

Bevor Laverty bei Go Eleven unterschrieb, ist er bei den Werksteams von Kawasaki, Ducati, Yamaha und BMW abgeblitzt. Aprilia, sein Hersteller in den letzten beiden Jahren, stieg aus. Der Nordire dachte bereits darüber nach, in die Supersport-WM zurückzukehren, in der er bereits zweimal Vizeweltmeister war.

«Als mich Denis anrief, spürte ich sofort die Hingabe, die durch seine Venen fließt», bemerkte Laverty. «Die Hingabe eines Ex-Rennfahrers. Ich will wieder gewinnen. Wenn wir in jedem Rennen konstant gute Leistungen bringen, dann können wir mit Jonathan Rea mithalten. Er ist das wahre Problem, wenn wir von Siegen reden.»

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