BMW mit 8 PS mehr: Verzögert sich die Fertigstellung?

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Die Superbike-WM-Piloten Tom Sykes und Markus Reiterberger warten sehnsüchtig auf einen Motor mit mehr Leistung. «Damit wollen wir auf das Niveau von Yamaha kommen», sagt BMW-Teamchef Shaun Muir.

In kurvigen Abschnitten präsentiert sich die neue BMW als herausragend, Ex-Weltmeister Tom Sykes lobt das Chassis und die Elektronik der S1000RR in höchsten Tönen. «Ich fuhr bei allen bisherigen Rennen Sektorenbestzeiten, wenn es auf das Chassis und den Fahrer und nicht alleine auf Motorleistung ankam», hielt der Engländer fest. «Sobald wir einen Motor mit mehr Leistung haben, fahren wir vorne mit.»

Seit dem Assen-Event Mitte April ist es BMW erlaubt eine Motorausbaustufe zu bringen, ab wann diese eingesetzt wird, will gut überlegt sein: Pro Fahrer und Saison sind nur sieben Motoren zulässig!

SPEEDWEEK.com sprach mit BMW-Teamchef Shaun Muir über die aktuellen Entwicklungen.

Shaun, erst war das Motor-Upgrade für den kommenden Event in Jerez geplant, jetzt sieht es so aus, als würde es erst für Jerez im Juni kommen. Erwartest du, dass euch mit den zusätzlichen PS der Schritt zur Spitze gelingt?

In Australien, Thailand und teilweise Aragon fuhren wir mit den gleichen Motoren, dann hatten diese ihre Laufzeit erreicht.

In Aragon kamen erstmals neue Motoren zum Einsatz, die eine kleine Verbesserung darstellten. Was wir in Assen hatten, sind keine getunten Motoren. Wir sprechen von kleinen Anpassungen, die kaum zusätzliche PS bringen.

Seit Aragon haben wir aber Neuerungen an der Verkleidung, wir setzen jetzt die gesplitteten Drosselklappen ein und das Chassis arbeitet besser. Ich gehe davon aus, dass wir für Jerez Motoren mit zusätzlicher Leistung bekommen. Möglicherweise warten wir sogar bis Misano.

In Assen haben wir mit unserem jetzigen Paket exzellente Leistungen gezeigt. Was wir im Qualifying zeigen, können wir in den Rennen momentan aber nicht wiederholen – weil es an Motorleistung fehlt.

Ich ging immer davon aus, dass wir für Misano den ersten richtigen getunten BMW-Motor erhalten, wir reden von acht zusätzlichen PS. Damit sollte es uns gelingen, auf langen Geraden innerhalb 5 km/h zu den Kawasaki und Yamaha zu liegen.

Yamaha ist unser erstes Ziel. Wenn wir in diesem Bereich fahren, dann können Tom und Markus auch aus dem Windschatten heraus überholen.

Als vor Jahren Hersteller, die keine serienmäßigen gesplitteten Drosselklappen hatten, diese in der Superbike-WM einführten, hatten sie jede Menge Schwierigkeiten damit. Wie gelang BMW deren Premiere in Aragon so reibungslos?

Die alten Strategien sind für das jetzige Motorrad nutzlos, die Software ist neu. Die Programmierer in München haben lange daran gearbeitet, wir hätten das System auch bereits für den Auftakt in Australien haben können. Wir fanden es aber sinnvoller, das System erst für Aragon zu bringen, wenn es ausgereift ist. Das war ein großer Schritt für uns.

Tom hat gesagt und bewiesen, dass die BMW-Elektronik auf dem Level von Magneti Marelli ist.

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