Michael vd Mark (Yamaha): «Konnte nichts dagegen tun»

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Michael van der Mark biss in Donington auf die Zähne

Michael van der Mark biss in Donington auf die Zähne

Es grenzte an ein Wunder, dass Michael van der Mark nach seinem Sturz in Misano wie selbstverständlich das Meeting der Superbike-WM in Donington bestritt. Dabei war er nicht in Bestform – und seine Yamaha auch nicht.

Nur zwei Wochen nach seinem fürchterlichen Highsider in Misano saß Michael van der Mark beim Meeting der Superbike-WM in Donington wieder auf sein Yamaha – trotz gebrochener Rippen und einem Handgelenksbruch! Obwohl der Niederländer gesundheitlich nicht auf der Höhe war, hat er seinen Hauptziel erreicht und seinen dritten WM-Rang erfolgreich verteidigt.

Drei achte Plätze waren jedoch nicht das, was sich der Supersport-Weltmeister von 2014 vorgestellt hatte. «Wir haben für das Superpole-Race eine Set-up-Änderung vorgenommen und haben uns da ein wenig vertan», ärgerte sich der Yamaha-Werksfahrer. «Ab der ersten Runde hatte ich hinten keinen Grip und konnte den frischen Reifen nicht so nutzen, wie meine Gegner. Deshalb wurde ich nach einem guten Start schnell durchgereicht. Ich konnte nichts dagegen tun.»

Für van der Mark bitter: Durch seinen Totalausfall in Misano und Finishs in Donington, jeweils hinter seinem Teamkollegen Alex Lowes, schrumpfte sein komfortables Polster auf den WM-Vierten von 46 auf nur noch 14 Punkte. «Mein Speed war nicht schlecht, ich hätte gerne aber mehr Druck gemacht», hielt der 26-Jährige fest. «Ich muss mit meinem Punkten aus Donington zufrieden sein. Ich war verletzt, habe aber trotzdem Punkte eingefahren. Als Racer weiß ich aber, dass ich mit Alex und anderen hätte kämpfen können, wenn ich nur mehr Grip gehabt hätte.»

Für das Meeting in den USA am kommenden Wochenende ist der Niederländer zuversichtlich. «Das Handgelenk machte mit in Donington viel weniger Probleme, als ich ursprünglich erwartet hatte. Für Laguna Seca bin ich optimistisch.»

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