Starker Motor: BMW hat im ersten Jahr 20 PS gefunden

Von Gordon Ritchie
Superbike-WM

Kein anderer Hersteller in der Superbike-WM hat dieses Jahr so viel in die Motorenentwicklung investiert wie BMW. Für die letzten drei Events des Jahres gibt es erneut eine neue Ausbaustufe.

Weil sich BMW erst im Sommer 2018 zu einem Werksteam in der Superbike-WM 2019 entschloss, mussten Tom Sykes und Markus Reiterberger die ersten zwei Events in Australien und Thailand mit leicht verbesserten Superstock-Motoren bestreiten.

«In Aragon kamen erstmals neue Motoren zum Einsatz, die eine kleine Verbesserung darstellten», erklärte BMW-Teamchef Shaun Muir SPEEDWEEK.com. «Was wir in Assen hatten, waren keine getunten Motoren. Wir sprechen von kleinen Anpassungen, die kaum zusätzliche PS bringen. Seit Aragon haben wir Neuerungen an der Verkleidung und setzen die gesplitteten Drosselklappen ein.»

Im siebten Event in Misano kam erstmals ein richtiger Superbike-Motor zum Einsatz, Muir bezifferte die zusätzlichen PS damals auf acht.

Mit dieser Spezifikation wurden neben Misano auch die Rennen in Donington Park und Laguna Seca bestritten, sie wird auch am kommenden Wochenende in Portimao verwendet.

«Für Magny-Cours gibt es dann eine neue Ausbaustufe, mit der wir die Saison zu Ende fahren werden», verriet Muir. «Zwischen dem Motor vom Saisonstart auf Phillip Island und dem für Magny-Cours liegen zirka 20 PS. Den neuen Motor setzen wir dann erstmals im November-Test in Jerez ein. Mit den Erkenntnissen von diesem Test gehen wir in den Winter, entwickeln den Motor für den Januar-Test und werden diesen dann auch beim Saisonstart in Australien einsetzen. Bis dahin erwarten wir uns weitere fünf PS zu der Konfiguration von Magny-Cours. Zwischen Phillip Island dieses Jahr und nächstem Jahr werden also 25 PS liegen.»

Tom Sykes sagt seit seinen ersten Runden auf der S1000RR, dass es BMW lediglich an Motorleistung fehle, um gegen Ducati und Kawasaki bestehen zu können.

«Da stimme ich ihm nur zum Teil zu», grübelte Muir. «Wir haben viel mit den Motoren experimentiert und gingen sehr bedacht vor, weil wir auch die nötige Standfestigkeit haben wollen. Inzwischen haben wir mehr Leistung als Yamaha und sind nicht mehr weit weg von Kawasaki. Ducati ist einen Schritt voraus. Beim zweiten Event in Buriram wurde offensichtlich, dass wir uns mit der Motorleistung am Ende des Feldes befinden – inzwischen mischen wir in der Spitze mit. Topspeed kommt aber nicht nur vom Motor, sondern auch von der Aerodynamik und wie sich das Chassis aus den Kurven heraus verhält. Und von der Elektronik. Wir haben bereits Riesenschritte mit der Elektronik gemacht und es kommt noch viel mehr.»

BMW stockt für 2020 die Elektronikabteilung auf, «um die Erwartungen erfüllen zu können», wie es Muir nennt. «In Laguna Seca haben wir uns zusammengesetzt und besprochen, was wir brauchen. Wir haben dieses Jahr so viele Entwicklungsteile bekommen, dass wir kaum mit testen nachkamen.»

Die Zielsetzung für 2020 ist eindeutig: Tom Sykes und sein nächstjähriger Teamkollege Eugene Laverty sollen beide immer in die Top-6 fahren, Sykes will nach 2013 zum zweiten Mal Weltmeister werden.

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