Magny-Cours FP2: Regen spült Cortese & Reiti ans Ende

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Sandro Cortese stürzte im zweiten Training

Sandro Cortese stürzte im zweiten Training

Es war einer dieser Tage, wie man sie immer wieder bei einem Meeting der Superbike-WM in Magny-Cours erlebt. Die ersten beiden freien Trainings am Freitag fanden bei teils sintflutartigem Regen statt.

Schon die Zeiten vom ersten freien Training auf nasser Piste waren nicht wirklich aussagekräftig, entsprechend ungewöhnlich die Reihenfolge. Auf die Bestzeit von Michael van der Mark (Yamaha) büßte WM-Leader Jonathan Rea als Siebter eine volle Sekunde ein, Álvaro Bautista (Ducati) als 13. sogar 2,2 sec. Sandro Cortese (Yamaha) und Markus Reiterberger (BMW) belegten die letzten Positionen.

Hätten sie geahnt, dass das Wetter und die Streckenbedingungen im zweiten Training noch schlechter sein würden, hätten sich viele Superbike-Asse wahrscheinlich mehr angestrengt!

Denn dunkle Wolken hingen zu Beginn des FP2 der Superbike-WM tief über Magny-Cours; mal regnete es heftig, mal nur stark. In den ersten Minuten der zweiten Session waren die Rundenzeiten etwa zehn Sekunden langsamer, viele Piloten blieben angesichts Regen und Pfützen lieber in der trockenen Box. Nach 15 Minuten drehten nur die beiden Deutschen einsame Runden auf der gefluteten 4,4 km langen Rennstrecke.

Nach 20 Minuten fuhr Lokalmatador Loris Baz in 1:57,053 min die schnellste Runden im FP2 und war damit immer noch 4,2 sec langsamer als am Vormittag.

Zehn Minuten später glänzte Kawasaki-Star Jonathan Rea in 1:56,347 min – in der Runde stürzte der vierfache Weltmeister beinahe per Highsider und rauschte neben die Strecke. Dennoch steigerte sich der Brite anschließend auf 1:54,548 min und war damit nur noch 1,6 sec von seiner persönlichen Bestzeit entfernt.

Zwölf Minuten vor dem Ende klappte Sandro Cortese beim Anbremsen das Vorderrad ein, der Sturz war unausweichlich.

So blieb es bis zum Schluss bei der Bestzeit von 1:51,852 min durch Michael van der Mark aus dem FP1, der am Nachmittag nicht eine Runde gefahren ist.

Kein Teilnehmer konnte im FP2 seine Zeit verbessern. Schnellster Mann bei den widrigen Bedingungen war Jonathan Rea (1:54,548/Kawasaki) vor Tom Sykes (1:54,777/BMW) und Leon Haslam (1:55,847/Kawasaki).

Ergebnisse Magny-Cours, FP1/FP2

1. Van der Mark, Yamaha, 1:51,852 min
2. Haslam, Kawasaki, +0,223 sec
3. Melandri, Yamaha, +0,795
4. Mercado, Kawasaki, +0,868
5. Baz, Yamaha, +0,968
6. Delbianco, Honda, +1,053
7. Rea, Kawasaki, +1,074
8. Lowes, Yamaha, +1,093
9. Rinaldi, Ducati, +1,154
10. Laverty, Ducati, +1,372
11. Camier, Honda, +1,657
12. Razgatlioglu, Kawasaki, +2,177
13. Bautista, Ducati, +2,239
14. Davies, Ducati, +2,281
15. Kiyonari, Honda, +2,289
16. Torres, Kawasaki, +2,307
17. Barrier, Ducati, +2,455
18. Sykes, BMW, +2,592
19. Cortese, Yamaha, +4,764
20. Reiterberger, BMW, +5,109

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