Scott Redding (2.): Keine Ehrfrucht vor Jonathan Rea

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Scott Redding

Scott Redding

Superbike-WM-Rookie Scott Redding beendete den ersten Tag der Wintertests in Aragon mit seiner Ducati V4R auf dem zweiten Platz. Vom überragenden Weltmeister Jonathan Rea zeigt er sich wenig beeindruckt.

0,452 sec verlor Ducati-Werksfahrer Scott Redding als Zweiter auf die Bestzeit von Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki). «Ich bin recht zufrieden», grinste der Engländer, als sich SPEEDWEEK.com mit ihm in der Ducati-Box an einen Tisch setzte. «Das war mein erstes Mal auf der echten Rennmaschine, ein paar Sachen wie die Sitzposition mussten wir anpassen. Sie verwenden andere Bremshebel, als ich dieses Jahr hatte. Jetzt fühle ich mich recht wohl, wenn auch nicht perfekt. Es war nicht genügend Zeit, um große Sachen am Chassis zu probieren. Wir haben das Motorrad mehr oder weniger gelassen wie es war und haben nur etwas mit den Federelementen gespielt.»

Redding fuhr auf Anhieb schneller als Teamkollege Chaz Davies, der dreifache Vizeweltmeister. «Ich bin nicht beeindruckt, weil ich nicht Erster bin», schmunzelte Redding. «Ich bin glücklich mit meinem ersten Tag. Am Dienstag war ich von einer Lebensmittelvergiftung noch sehr krank, heute war ich nicht vollkommen bei der Sache, mir fehlte etwas der Fokus.»

Du bist ein Rookie in der Superbike-WM, aber siehst du dich auch selbst so? «Nein», entgegnete der 26-Jährige. «Ich muss schnell sein, ich muss puschen, ich muss zeigen, zu was ich in der Lage bin. Das sehe ich als meine Stärke. Seltsam für mich ist, Fahrer wie Rea und Davies auf der Strecke zu sehen.»

Rea fuhr erst um 14.30 Uhr auf die Strecke, bereits nach seiner zweiten fliegenden Runde war er an der Spitze der Zeitenliste zu finden. Redding lässt sich davon nicht beeindrucken: «Er kennt seit fünf Jahren das Motorrad, die Reifen und die Elektronik. Er fuhr dieses Jahr schon Rennen in Aragon. Bei den anderen mag er damit vielleicht Eindruck schinden. Aber wenn du mich mit einem Motorrad, das ich kenne, auf eine Strecke bringst, auf der ich dieses Jahr schon fuhr, dann habe ich die Pace sofort. Das hat etwas mit dem Level des Fahrers zu tun, einige wissen besser als andere, was zu tun ist. Johnny weiß, wo sein Limit ist, er weiß, was als nächstes passiert. Ich musste mich herantasten und suche mein Limit. Mit jedem neuen Reifen und jeder anderen Elektronikeinstellung ändert sich das. Ich wachse als Fahrer und passe mich dem Paket an, er erledigt nur noch die Feinabstimmung. Er ist voraus, weil er alles kennt. Aber ich weiß, dass ich ihm langsam näher und näher komme.»

Zeiten Superbike-WM-Test Aragon, Mittwoch:

1. Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:50,416 min
2. Scott Redding (GB), Ducati, 1:50,868
3. Michael van der Mark (NL), Yamaha, 1:50,941
4. Chaz Davies (GB), Ducati, 1:51,176
5. Toprak Razgatlioglu (TR), Yamaha, 1:51,313
6. Alex Lowes (GB), Kawasaki, 1:51,567
7. Garrett Gerloff (USA), Yamaha, 1:51,867
8. Leon Camier (GB), Ducati, 1:52,902
9. Federico Caricasulo (I), Yamaha, 1:53,514

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