Portimao-Test: Piloten sind unzufrieden

Von Jörg Reichert
Superbike-WM
Für Marco Melandri war der Regen nicht so schlimm

Für Marco Melandri war der Regen nicht so schlimm

Für drei Tage reisten die Superbike-WM-Piloten zum ersten offiziellen Vorsaisontest nach Portimao. Doch üppiger Regen verhagelte den Fahrern die Stimmung.
Wirklich ergiebig war der Portimao-Test für niemanden. Der Regen machte seriöse Testfahrten, wo man neue Techniken oder Reifen auf Herz und Nieren ausprobieren konnte, zunichte. Es sei denn es handelte sich um Regenreifen.
 
«Das Wetter war ziemlich verrückt. Regen und trockenes Wetter wechselten sich ständig ab», ätzte Ruben Xaus (E/Honda), der eine der kurzen Regenpausen erwischte, in der die Strecke abtrocknete, und mit Slicks am dritten und letzten Testtag Bestzeit fuhr. «Wir haben aber trotzdem 50 bis 60 Runden im Trockenen fahren können und dabei habe ich das Bike besser kennengelernt. Für mich persönlich beginnt die Saison so gut wie selten. Körperlich bin ich topfit und bin sehr motiviert.»
 
Auch Michel Fabrizio (I/Suzuki), in diesem Jahr einsamer Suzuki-Fahrer im Feld, gelang heute mit Slicks eine schnelle Runde, die ihn auf den zweiten Platz katapultierte. Aber der Italiener mochte sich angesichts der Bedingungen nicht so recht über seine Platzierung freuen. «Das Wetter über die drei Tage war wirklich eine Enttäuschung. Das hier ist die sonnigste Region Europas, aber wir haben hier viel Regen und Wolken gesehen», stimmte Fabrizio, der zweimal unfreiwilligen Bodenkontakt hatte, in das Klagelied von Xaus mit ein. Nach drei Jahren mit einer V2-Ducati fällt dem 26-Jährigen der Umstieg auf die Reihenvierzylinder aus Japan noch schwer. «Ich lerne noch immer das Bike kennen; die Charakteristik ist total anders.»
 
Wegen seiner Schulteroperation im Dezember war Neu-Superbiker Marco Melandri (I/Yamaha) wahrscheinlich der Einzige, der dem miserablen Wetter etwas Gutes abgewinnen konnte. Die nassen Sessions am Donnerstag und Freitag beendete er auf den Positionen 2 und 3! «Für meine Schulter war es sehr wichtig, es vorsichtig auf dem Bike angehen zu lassen. Ich habe nicht sonderlich hart attackiert, aber trotz der Geschichte mit der Schulter fühlte ich mich recht komfortabel», freute sich der frühere MotoGP-Pilot über den gelungenen Umstieg. «Mit dem Ergebnis des Tests bin ich sehr zufrieden. Ich kam hierher, um mir ein Bild von der Strecke zu machen und mehr Zeit auf dem Bike zu verbringen.»
 
Für Kawasaki-Ass Tom Sykes brachte der dreitägige Test am Ende eine Erkenntnis. Die neue ZX-10R ist ein Fortschritt, aber perfekt ist sie noch lange nicht! «Im Trockenen sind wir etwa 0,2 sec zu langsam. Das ist zwar nicht toll, aber gegen Ende konnten wir recht ansprechende Zeiten fahren. Im Nassen haben wir aber noch Arbeit vor uns», analysierte der Brite, dem das portugiesische Wetter ebenfalls keinen Spass bereitete. «Insgesamt können wir mit dem Test zufrieden sein, wenn da nicht dieses Wetter wäre. Wir haben aber die Richtung bestätigt, in der wir weiterarbeiten werden.»

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