Kaum neue Teams trotz Sparkurs

Kolumne von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Crescent Suzuki kommt aus der Britischen Meisterschaft

Crescent Suzuki kommt aus der Britischen Meisterschaft

Ab 2012 wird nur noch ein Motorrad pro Fahrer in der Superbike-WM erlaubt sein. Das erklärte Ziel: Geld sparen. Die Schätzungen reichen von 200.000 bis 500.000 Euro Sparpotenzial.

Je nach Teamgrösse sind das bis zu 15 Prozent Einsparung. Betrachten wir die reinen Kosten für die Technik, reden wir von rund einem Drittel.

«Für ein Werksteam wird sich kaum etwas ändern», meint BMW-Motorsport-Direktor Bernhard Gobmeier. «Ich glaube nicht, dass wir deswegen mit weniger Trucks anreisen werden, auf Personal können wir auch kaum verzichten. Pro Saison wird es uns trotzdem über 300.000 Euro sparen.»

Das Ziel: Mehr Fahrer in der Startaufstellung. Bislang zeichnet sich Crescent Suzuki als einziges neues Superbike-Team aus einem fremden Fahrerlager ab. Die Engländer kommen aus der Britischen Meisterschaft. ParkinGO Aprilia und Kawasaki Motocard.com kommen aus der Supersport-WM. Positiv: Effenbert Ducati wird vier anstatt bislang zwei Motorräder einsetzen, Althea Ducati zwei statt eins.

Technisch wird sich für nächstes Jahr kaum etwas ändern. Ideen wie Spiegel, Lichter und Profilreifen sind gestrichen – für die Zukunft aber nicht aus dem Geiste. Die Anzahl Ersatzmotoren ist nach wie vor frei: Bei Herstellern ohne Kassettengetriebe liesse es sich nicht kontrollieren, aus welchem Grund der dann verplombte Motor geöffnet wurde. Um den Teams im Fall eines Sturzes mehr Reparaturzeit zu geben, wurde der Trainingsplan geändert und die Sessions verkürzt. Flag-to-flag-Rennen wird es nicht mehr geben. Bislang ist der Wechsel auf ein Bike mit anderen Reifen erlaubt, wenn sich die Bedingungen ändern.

Das Gesamtgewicht der Zweizylinder-Ducati wurde um 6 kg auf 171 kg angehoben. Umstritten ist nach wie vor, wie der Luftmengenbegrenzer eingesetzt wird. Während sich Ducati grundsätzlich im Nachteil wähnt, sieht die Vierzylinder-Fraktion nur die zehn Siege des herausragenden Carlos Checa. So lange mit verschiedenem Hubraum gefahren wird, findet der Streit kein Ende.

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