Alvaro Bautista: «Nachteil, für den ich nichts kann»
Superbike-WM-Auftakt auf Phillip Island: Alvaro Bautista trotzte dem Wind und Reifenproblemen und wurde Dritter. Eine Szene in den ersten Runden kostete den Ducati-Piloten unnötig viel Zeit.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Alvaro Bautista (Ducati) holte im ersten Rennen der Superbike-WM 2025 das Bestmögliche heraus. Als Dritter überquerte er die Ziellinie, 5 sec hinter Aruba-Teamkollege und Sieger Nicolo Bulega. Auf Weltmeister Toprak Razgatlioglu (BMW) fehlten ihm nur 0,3 sec. Dabei wäre Platz 2 möglich gewesen, doch eine unglückliche Situation kostete ihn die entscheidenden Zehntelsekunden.
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Von Startplatz 4 erwischte Bautista einen guten Start. Während sich früh abzeichnete, dass Bulega an der Spitze ungefährdet sein würde, entwickelte sich dahinter ein spannender Kampf um die übrigen Podiumsplätze. Doch bereits in der zweiten Runde kam es zu einer heiklen Szene.
"Ich musste an Iannone vorbei, der ein Problem hatte. Als ich ihn überholte, gab es gelbe Flaggen. Ich dachte, die Rennleitung würde das nicht verstehen, also gab ich die Position zurück. Das Problem war, dass es eine große Gruppe war. Statt eines Fahrers habe ich drei durchgelassen. Dadurch verlor ich viel Zeit, speziell in den ersten Runden, wenn jeder auf Angriff fährt", erklärte Bautista.
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Wie stark Bulega von diesem Vorfall profitierte, zeigt der Zeitenvergleich: Nach Runde 1 lag er eine halbe Sekunde vor Andrea Iannone (Ducati), eine Runde später hatte er beinahe drei Sekunden Vorsprung auf Razgatlioglu. Bautista fiel nach dem Vorfall auf Platz 5 zurück, direkt vor ihm lagen die Ducati-Piloten Scott Redding und Danilo Petrucci sowie Razgatlioglu.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Mit dem verpflichtenden Boxenstopp wurden zur Rennmitte die Reifen gewechselt. Bautista bog früh in die Pitlane ab, um frische Pirelli zu holen, doch mit diesen fühlte er sich nicht wohl. "Mit diesen Reifen war es schwierig, in den Kurven 2, 3, 6 und allen schnellen Kurven sowie bei Wind Richtungswechsel zu fahren", analysierte der 40-Jährige die zweite Rennhälfte.
Neben den Reifenproblemen kämpfte Bautista mit einer weiteren Herausforderung: "Wir hatten starken Wind. Ich habe damit mehr zu kämpfen, denn ich bin klein und kann das Bike nicht so kontrollieren wie die größeren Piloten. Das ist ein Nachteil, für den ich nichts kann." In den letzten Runden setzte sich Bautista auf Platz 3 fest und kam Razgatlioglu noch gefährlich nahe, doch für einen Angriff reichte es nicht.
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Trotz der verpassten Chance auf Platz 2 kann der Spanier dem Saisonstart Positives abgewinnen, zumal er im Vorjahr in Phillip Island stürzte und nur einen Punkt aus dem ersten Rennen mitnahm. "Ich bin zufrieden, denn wir sind besser in die Saison gestartet als letztes Jahr. Es ist wichtig, etwas Selbstvertrauen zu sammeln und einige Punkte mitzunehmen."
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