Melandri rechnet mit hohen Erwartungen

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Marco Melandri ist WM-Zweiter

Marco Melandri ist WM-Zweiter

Mit zwei Siegen hat sich BMW-Werksfahrer Marco Melandri in den Kreis der WM-Favoriten gefahren. Misano sollte der BMW S1000RR entgegenkommen.

Misano spielt eine grosse Rolle in der Geschichte des bayerischen Teams: 2010 gelang der Mannschaft dort mit Troy Corser (AUS) die erste Pole-Position und der zweite Podiumsplatz in der Superbike-WM. Lokalmatador Melandri, der in Ravenna lebt, fuhr dort im vergangenen Jahr als Dritter aufs Podest. Leon Haslam lag im ersten Lauf ebenfalls auf Podiumskurs, stürzte aber. Im zweiten Rennen erkämpfte er sich trotz eines gebrochenen Knöchels Rang 5.

Marco tritt bei seinem Heimrennen in Misano mit einem speziellen Helmdesign an. Dieser Helm wird nach dem Wochenende versteigert, der Erlös geht an die Betroffenen der schweren Erdbeben in der Region Modena. In Marcos Heimatstadt Ravenna waren die Erdstösse ebenfalls zu spüren. Das gesamte Team BMW Motorrad Motorsport ist in Gedanken bei den Menschen, die bei den Erdbeben Angehörige oder ihr Zuhause verloren haben.

«Ich freue mich schon riesig auf Misano», sagt Marco Melandri. «Es ist das erste Mal, dass ich in Italien fahre, nachdem ich mit BMW gewonnen habe. Deshalb rechne ich damit, dass viele Fans kommen. Nach dem, was wir an den vergangenen beiden Rennwochenenden erreicht haben, bin ich stolz, nach Misano zu kommen. Es wird viel Druck auf meinen Schultern lasten, denn die Erwartungen werden hoch sein. Jeder denkt, dass ich dort auch ein gutes Ergebnis holen kann. Zuletzt sind wir auf drei ganz verschiedenen Streckentypen gefahren, und die BMW hat auf allen gut funktioniert. Misano hat nun wieder einen ganz eigenen Charakter, und ich bin gespannt, wie konkurrenzfähig wir dort sein können. Außerdem werden wir dort zum ersten Mal in dieser Saison bei sehr warmen Bedingungen fahren. Ich mag die Strecke in Misano, aber es gibt viele Stop-and-Go-Kurven. Von daher ist ein guter Startplatz wesentlich wichtiger als in Salt Lake City. Wir müssen uns sehr darauf konzentrieren, eine gute Qualifikation abzuliefern.»

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