Jake Dixon: «Es steht viel mehr Geld zur Verfügung, Honda gibt viel aus»
Superbike-WM-Rookie Jake Dixon agierte beim ersten Wintertest 2026 auf Augenhöhe mit Jonathan Rea, der für Honda die Testarbeit erledigt. Der Engländer bezeichnet die Zusammenarbeit als wertvoll.
Auch wenn der erste Wintertest 2026 für die Könner der Superbike-WM kaum Aussagekraft besitzt, weil die Rennstrecke in Jerez in zwei Tagen nur zwei Stunden trocken war, beäugten sich die Teams doch sehr genau und hatten die Zeitenliste im Blick. Vizeweltmeister Nicolo Bulega aus dem Ducati-Werksteam sorgte auf der neuen V4R mit 1:39,331 min für die Bestzeit. Die schnellste Runde für Honda drehte Testfahrer Jonathan Rea, der Nordire war damit einen Wimpernschlag besser als der neue HRC-Einsatzpilot Jake Dixon.
Das Moto2-Ass (7 Siege, 22 Podestplätze) verlor 1,119 sec auf die Spitze und landete damit auf Platz 13. «Die Bedingungen waren alles andere als ideal, was insbesondere für mich als Neuling in der Superbike-Klasse frustrierend war», schilderte Dixon. «Wir brauchen eindeutig mehr Runden, aber trotz der Verhältnisse fühle ich mich bereits wohler als im November, die Arbeit an der Geometrie und der Abstimmung war ein guter Schritt nach vorne. Es gibt noch einige Bereiche, die verbessert werden müssen, darunter meine Sitzposition, die Elektronik und das allgemeine Gefühl für das Motorrad, aber das gehört zum Prozess.»
Dixon: «Johnny Rea ist ein großer Gewinn»
Die Testfahrer Jonathan Rea und Tetsuta Nagashima unterstützend an seiner Seite zu haben, bezeichnet Dixon als großen Gewinn. «Die Kommentare von Johnny sind ähnlich wie meine, wir arbeiten in die gleiche Richtung», hielt der Engländer im persönlichen Gespräch mit SPEEDWEEK.com fest. «Mit Chantra ist es dann hoffentlich auch so. Es ist immer positiv, wenn der Testfahrer die gleichen Eindrücke hat, wie du selbst. Zu Johnny habe ich seit Jahren eine gute Beziehung, jetzt gehen wir sehr offen miteinander um. Die Jungs vom Testteam schauen bei uns vorbei was los ist, und andersherum. Wahrscheinlich bin ich für sie eine Nervensäge, weil ich dauernd in ihrer Box rumhänge. Es braucht diese Offenheit: Jede Information, die sie bekommen, wandert direkt in mein Motorrad. Sobald sie etwas Besseres finden, teilen sie uns das mit. Es ist gut, dass sich Honda nicht nur auf die beiden Stammfahrer verlassen muss, sondern mit Rea und Nagashima zwei sehr routinierte Piloten in der Hinterhand hat.»
Ich war in der Moto2 in guten Teams, aber das jetzt ist eine andere Liga.
Jake Dixon über Honda
«Wir haben den Besten aus dem SBK-Paddock als Testfahrer, ich könnte mir nicht viel mehr wünschen», ergänzte der 30-jährige Dixon. «Richtig, bei Yamaha hatte er nicht die beste Zeit. Er hatte Verletzungen hinter sich und fuhr trotzdem in der vorderen Gruppe. In meinen Augen fuhr er immer noch auf höchstem Level, als er seinen Rücktritt verkündete. Ich kann nur von ihm lernen. Dass ich zu diesem frühen Zeitpunkt bereits nahe an ihm dran bin, freut mich. Ich war in der Moto2 in guten Teams, aber das jetzt ist eine andere Liga. Es steht viel mehr Geld zur Verfügung, Honda gibt viel aus, weil sie es zurück an die Spitze schaffen wollen.»
Zeiten Superbike-WM-Test Jerez, Donnerstag (22. Januar):
Nicolo Bulega (I), Ducati, 1:39,331 min
Alex Lowes (GB), Bimota, +0,119 sec
Xavi Vierge (E), Yamaha, +0,439
Sam Lowes (GB), Ducati, +0,480
Michael van der Mark (NL), BMW, +0,505
Iker Lecuona (E), Ducati, +0,648
Axel Bassani (I), Bimota, +0,738
Andrea Locatelli (I), Yamaha, +1,014
Stefano Manzi (I), Yamaha, +1,016
Jonathan Rea (GB), Honda, +1,111
Garrett Gerloff (USA), Kawasaki, +1,114
Miguel Oliveira (P), BMW, +1,116
Jake Dixon (GB), Honda, 1,119
Yari Montella (I), Ducati, +1,144
Alvaro Bautista (E), Ducati, +1,144
Tarran Mackenzie (GB), Ducati, +1,429
Danilo Petrucci (I), BMW, +1,492
Tetsuta Nagashima (J), Honda, +1886
Remy Gardner (AUS), Yamaha, +1,918
Xavi Fores (E), Bimota, +2,145
Lorenzo Baldassarri (I), Ducati, +2,441
Alberto Surra (I), Ducati, +2,484
Philipp Öttl (D), Ducati, +19,199
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