Sensation: Marco Melandri fährt 2016 Yamaha-Superbike

Von Günther Wiesinger
Superbike-WM
2016 prangt wieder die «33» von Marco Melandri auf einer Yamaha R1 – so wie bereits 2011

2016 prangt wieder die «33» von Marco Melandri auf einer Yamaha R1 – so wie bereits 2011

Das Verhältnis zwischen Marco Melandri und Aprilia ist zerrüttet. Längst steht fest: Der Italiener wird 2016 mit Yamaha in die Superbike-WM zurückkehren!

In der Superbike-WM zählte Marco «Macio» Melandri vor einem Jahr zu den Titelanwärtern und Siegfahrern, dann gab es ein Zerwürfnis mit Aprilia, weil er in Magny-Cours 2014 zugunsten seines Teamkollegen Sylvain Guintoli seine eigenen Interessen zurückstecken musste. Stallorder war aber im Vertrag nicht vorgesehen.

«Aprilia hat mir weh getan», sagte der damals 32-Jährige. «Ich konnte monatelang nicht mehr richtig schlafen. Wenn du schneller als dein Teamkollege bist und du musst ihm helfen, wird es schwierig.»

Das Band zwischen dem talentierten Melandri und Aprilia war zerrissen!

Zu allem Überfluss musste Melandri nach der Superbike-WM 2014 zähneknirschend auf ein nicht konkurrenzfähiges Aprilia-Bike zurück in die MotoGP wechseln, weil der Fortbestand der Superbike-Abteilung auf der Kippe stand.

Heute wissen wir: Aprilia ist auch in der Superbike-WM 2015 mit einem werksunterstützem Team vertreten – und siegfähig! In der MotoGP bummelt Melandri auf letzten Plätzen herum.

Verständlich, wenn Marco Melandri bereits die Fühler für 2016 ausstreckt. Und man muss kein Prophet sein, um mit einer Rückkehr in die Superbike-WM zu rechnen. Auch die Destination liegt auf der Hand: Melandri ist bereits mit Yamaha handelseinig, ​wo sein  langjähriger Vertrauensmann Andrea Dosoli mit dem Aufbau eines neuen Teams beschäftigt ist, in dem auch Yamaha-Guru Markus Eschenbacher eine ​Schlüsselfunktion einnehmen wird. Der Deutsche ist Technischer Koordinator am Yamaha-Sitz in Neuss.

Damit ist auch die werkseitige Rückkehr von Yamaha in die Superbike-WM bestätigt!

Dosoli leitete 2009 das Hayate-Kawasaki-MotoGP-Team, für das Melandri einen Podestplatz in Le Mans sicherstellte. Dann wechselte das unzertrennliche Duo gemeinsam zum Yamaha-Superbike-Werksteam, doch die Japaner zogen sich Ende 2010 aus der WM zurück. Die nächste gemeinsame Station von Melandri und Dosoli ​bildete danach das BMW-Werksteam in der Superbike-WM, ehe sich die Wege vorübergehend trennten.

2016 wird Melandri mit der neuen R1 als Yamaha-Werkspilot in die Superbike-WM zurückkehren, die am vergangenen Wochenende in Aragón im Superstock-1000-Cup in ihrem Rennen breits Podestreife unter Beweis stellte. «Ich habe dort noch eine Rechnung offen», erklärte der 250-ccm-Weltmeister von 2002 vor ein paar Monaten.

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