Randy de Puniet: Der nächste MotoGP-Versager in SBK

Von Ivo Schützbach
Nach eineinhalb Jahren Rennpause tut sich Randy de Puniet in der Superbike-WM deutlich schwerer als erwartet. Was Suzuki-Teamchef Paul über den ehemaligen MotoGP-Piloten sagt.

Stünde Randy de Puniet nicht so deutlich im Schatten seines Suzuki-Teamkollegen Alex Lowes, würde er in seiner ersten Superbike-Saison eventuell mehr Kredit bekommen.

Beim Auftakt in Australien war der Franzose schwer gestürzt, in Thailand hatte das Crescent-Team große technische Probleme. In Aragón wurde von der bisherigen Motec-Elektronik auf Magneti Marelli gewechselt, die Rennen in Spanien sowie die folgenden in Assen und Imola gerieten zur Katastrophe.

Seit Donington Park geht es aufwärts. Alex Lowes fuhr im Training mit Rennreifen die schnellste Runde, er stellte die GSX-R auf Startplatz 5. In den Rennen wurde der Engländer zweimal Sechster.

Randy de Puniet qualifizierte sich lediglich als 18., in den Rennen wurde der 34-Jährige zweimal magerer 14. – mit jeweils weit über einer Minute Rückstand auf Sieger Tom Sykes (Kawasaki) und 45 sowie 61 sec hinter Lowes.

Zeit für eine Bestandsaufnahme mit Teamchef Paul Denning.

Weshalb ist Lowes um so viel besser als de Puniet?

Das hat mit dem Verständnis für das Motorrad und Vertrauen zu tun. Alex fährt auch auf einem hohen Level, immer. Randy ist eineinhalb Jahre keine Rennen gefahren. Und die Piloten in der Superbike-WM sind schnell. Für Randy geht es nicht nur darum die Probleme mit dem Motorrad in den Griff zu bekommen. Er muss zusätzlich verstehen, wie man ein Superbike fährt. Viele Grand-Prix-Piloten sind in die Superbike-WM gekommen und gestrauchelt, Aoyama etwa. Sie müssen es hinbekommen, dass das Motorrad stabil ist, sie müssen die Pirelli-Reifen nützen, deshalb hat Randy doppelt so viele Probleme wie Alex.

Wenn ein MotoGP-Fahrer in die Superbike-WM kommt, erwartet jeder Großartiges von ihm. Die Superbike-Piloten sind aber nicht so schlecht.

Wenn wir super-spezielle Fahrer wie Rossi, Lorenzo und Márquez außen vor lassen, dann brauchen sich die Superbike-Fahrer nicht verstecken. Ein Fahrer von der Qualität eines Jonathan Rea oder Alex Lowes wäre auch in MotoGP sofort konkurrenzfähig. Ich glaube nicht, dass Bradley Smith besser ist als Alex Lowes und umgekehrt.

Ist es nur eine Frage der Zeit, bis de Puniet besser wird? Aoyama hat es bei den Superbikes nie geschafft.

Assen und Imola waren wirklich schlecht, in Donington haben wir eine Steigerung gesehen. Sein Feedback war gut, er hat sein Bestes gegeben. Wenn er sich verbessert, können wir ihn kaum kritisieren.

In Imola hat er beide Rennen nach vier Runden aufgegeben. Weshalb hat er nicht Dinge am Motorrad ändern lassen und die zwei Rennen als Test benützt, wenn die Elektronik nicht funktioniert?

Er sagte mir, dass das Motorrad sehr schwierig zu fahren gewesen sei, eine verzwickte Situation für ihn. Aber er hätte auf der Strecke bleiben müssen. Wir haben das diskutiert, er hat eingesehen, dass er die falsche Haltung hatte. In Donington haben wir eine andere Attitüde gesehen.

War Imola Teil der alten MotoGP-Attitüde?

Nein, er macht lediglich eine schwierige Zeit durch. Unsere Diskussion war konstruktiv.

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