Honda-Plan: Michael van der Mark soll MotoGP fahren

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Michael van der Mark (22) hat einen Drei-Jahres-Vertrag mit Honda Europe. Nach zwei Jahren in der Superbike-Weltmeisterschaft soll der Niederländer ab 2017 MotoGP fahren.

2014 wurde Michael van der Mark mit 21 Jahren Supersport-Weltmeister. Honda war klug genug, den schnellen Niederländer aus der Käsestadt Gouda anschließend langfristig zu binden. Er hat einen Vertrag mit Honda Europe bis Ende 2017. 2015 ist van der Marks erste Saison in der Superbike-WM, 2016 soll er um den Titel kämpfen und 2017 in die MotoGP-WM gehievt werden. Mit dritten Plätzen in Assen hat er auf der schwachen Honda CBR1000RR bereits eine große Talentprobe abgegeben. Teamkollege Sylvain Guintoli, 2014 auf Aprilia Superbike-Weltmeister, kam in diesem Jahr auf dem gleichen Motorrad nicht über fünfte Plätze hinaus.

«MotoGP ist eine Idee, eine Option, aber nicht fix», sagt Robert Watherston, Rennchef von Honda Europe. «Natürlich wollen wir ihn in der Familie behalten.»

Vorausgesetzt van der Marks Karriere verläuft in der Superbike-WM wie erhofft, wie gut sind die Kontakte von Honda Europe zu den Honda-Kundenteams in der MotoGP-WM, fragte SPEEDWEEK.com. Watherston: «Unsere Struktur funktioniert nicht so, Honda Europe hat nichts mit MotoGP zu tun, das wird alles aus Japan gesteuert. Michael hatte aber schon einen HRC-Vertrag, als er das erste Mal die acht Stunden von Suzuka fuhr. Es gibt also bereits eine Beziehung. Die finalen Entscheidungen für MotoGP liegen bei HRC.»

«Wenn ich mit HRC rede, hilft ihm das sicher», weiß der Schotte. «Wenn Michael Teil der Familie ist, dann ist das gut für Honda. Es geht nicht nur um HRC. In den Verträgen von Honda Europe halten wir die Fahrer immer dazu an, das Suzuka Eight Hour zu fahren, wir pushen unsere Fahrer in Richtung HRC. Was aber nie passiert ist, dass wir Einfluss nehmen auf HRC-Entscheidungen. Wir sorgen dafür, dass Fahrer für HRC verfügbar sind. Wenn wir es so machen, rechtfertigt das die Honda-Teilnahme an anderen Rennserien. Wenn es ein Fahrer aus der Superbike- in die MotoGP-WM schafft – fantastisch! Natürlich wollten wir damals, dass HRC Jonathan Rea nimmt, aber sie wollten ihn nicht mehr, nachdem er den verletzten Stoner ersetzt und nicht die erhofften Ergebnisse abgeliefert hat.»

«Van der Mark hat zweimal in Suzuka gewonnen, dieses Jahr ist er der Teamkollege von Casey Stoner», hielt Watherston fest. «Wenn er in der Lage ist dort einen guten Job abzuliefern, dann hat auch Honda Europe einen guten Job erledigt. Wenn er in Suzuka schneller fährt als Stoner, dann wird nicht nur HRC auf ihn aufmerksam, dann will ihn das ganze MotoGP-Paddock haben. Warum nicht? Er ist sehr schnell.»

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