Aragón-Test: Jonathan Rea (Kawasaki) außerirdisch

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Jonathan Rea war erneut eine Klasse für sich

Jonathan Rea war erneut eine Klasse für sich

Weltmeister Jonathan Rea beendete auch den zweiten Testtag im MotorLand Aragón auf seiner Kawasaki ZX-10R als mit Abstand Schnellster. Nicky Hayden (Honda) steigerte sich um 1,5 Sekunden!

«Es ist nicht so, dass ich in meiner schnellsten Runde wie in einer Superpole gepusht habe, aber ich fühlte mich wohl», meinte Jonathan Rea zu seiner beeindruckenden Rundenzeit von 1:50,3 sec.

«In Aragón hat sich bestätigt, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben», meinte der Weltmeister trotzdem. «Besonders bei der Elektronik und dem Motormanagement, um die Leistungsentfaltung weicher zu machen. Die positiven Seiten, welche wir beim Jerez-Test ausgemacht haben, bestätigten sich in Aragón. Die Motorleistung lässt sich gut handhaben, das Motormapping passt aber noch nicht genau. Im ersten Teil der Beschleunigungsphase lässt sich das Motorrad zeitweise schwer kontrollieren. Das 2015er-Bike beschleunigte gleichmäßig wie ein E-Bike, das neue beschleunigt abgehackter.»

Mit dem Respektabstand von 0,7 sec auf Rea folgen dessen Kawasaki-Teamkollege Tom Sykes und Ducati-Werksfahrer Chaz Davies. Yamaha-Ass Alex Lowes war in 1:51,1 sec nur 1/10 sec langsamer als diese beiden. Und das, obwohl Yamaha mit einem Motor aus der Britischen Meisterschaft ausrückte und vor allem Longruns mit gebrauchten Reifen absolviert wurden. «Ich war schneller als erwartet», grinste Lowes. «Wir haben nicht viel am Set-up probiert, es ging vor allem darum Vertrauen zum Motorrad zu finden.»

Die größte Steigerung von Montag auf Dienstag gelang Superbike-Neuling Nicky Hayden: Der MotoGP-Weltmeister von 2006 verbesserte sich um 1,5 sec und war in 1:51,8 sec nur 1/10 sec langsamer als sein Honda-Teamkollege Michael van der Mark.

«Es ist schön, Nicky auf der Strecke zu sehen, ein guter Typ für die Superbike-WM», meinte Rea gegenüber SPEEDWEEK.com. «Ihr Journalisten werdet es genießen, euch mit ihm zu unterhalten. Wir können alle etwas von ihm lernen, er fährt auf sehr hohem Level Motorrad. Yamaha, Nicky, ich hoffe, beide können vorne mitfahren. Letzte Saison sahen wir nur Kawasaski, Ducati und in einigen Rennen Aprilia an der Spitze.»

Zeiten Superbike-Test Aragón, Dienstag:

1. Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:50,3 min
2. Chaz Davies (GB), Arubat.it Ducati, 1:51,0
3. Tom Sykes (GB), Kawasaki, 1:51,0
4. Alex Lowes (GB), Pata Yamaha, 1:51,1
5. Javier Fores (E), Aruba.it Ducati, 1:51,3
6. Michael van der Mark (NL), Honda, 1:51,7
7. Nicky Hayden (USA), Honda, 1:51,8
8. Sylvain Guintoli (F), Pata Yamaha, 1:52,5

Diese Zeiten wurden auf Rennreifen gefahren

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