Troy Corser: «Elektronik bringt für die Serie nichts»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Um keinen Kommentar verlegen: Troy Corser

Um keinen Kommentar verlegen: Troy Corser

Während es in der MotoGP-WM seit diesem Jahr eine Einheitselektronik gibt, kocht in der Superbike-WM jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Für den zweifachen Weltmeister Troy Corser ist das reine Geldverbrennung.

Im Gegensatz zu MotoGP ist die Elektronik in der Superbike-WM nach wie vor offen. Zwar muss jeder Hersteller eine Elektronik homologieren lassen und diese zu einem vorgeschriebenen Maximalpreis anbieten, in der Realität kann aber nach wie vor getan werden, was immer ein Hersteller möchte.

Als Argument für die freie Elektronik wird stets angeführt, dass diese wichtig wäre für die Serienentwicklung. «Das Argument verstehe ich», bemerkte Troy Corser, Superbike-Weltmeister 1996 und 2005. «Aber viele Sachen, die in der Superbike-WM entwickelt werden, lassen sich gar nicht in ein Straßenmotorrad transformieren. Speziell Sachen wie die Motorbremse, mit der die Rennfahrer dauernd Probleme haben. In einem Straßenmotorrad braucht man so etwas nicht. Traktionskontrolle – okay. ABS – vielleicht. Alles andere könnte man sich sparen, das kostet nur viel Geld. Aber so lange sich nicht alle Teams und Hersteller einig sein, wird sich nichts daran ändern.»

Corser glaubt, dass in erster Linie die Elektronik für die Leistungsunterschiede zwischen den Herstellern verantwortlich ist. Honda vertraut seit Jahren auf Elektronik von Cosworth, diese gilt nicht als der Maßstab.

«Ich halte es für die richtige Entscheidung der Dorna, dass sie Nicky Hayden zu Honda gebracht haben», meinte Corser gegenüber SPEEDWEEK.com. «Honda braucht einen Fahrer wie ihn, der ihnen dabei helfen wird das neue Motorrad zu entwickeln. Für Michael van der Mark ist es auch großartig, dass er so einen erfahrenen Teamkollegen hat. Wie ich sehe, funktioniert zwischen den beiden auch die Kommunikation recht gut. Sie reden über die gleichen Probleme mit dem Motorrad, dass es in der Bremsphase nicht perfekt ist, und dass die Elektronik verbessert werden muss. Heute ist es fast immer so, dass es an der Elektronik liegt, wenn ein Fahrer Probleme mit dem Bike hat. Das ist eine Schande. So lange du nicht die beste Elektronik hast, welche nach wie vor sehr teuer ist, wirst du immer hinter den Besten sein. Deshalb bin ich ein großer Fan der BSB-Regeln, dort wird mit Serienelektronik gefahren. Wäre das in der Superbike-WM auch so, würden wir möglicherweise andere Fahrer an der Spitze sehen.»

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